Tanzen macht glücklich. Lindy Hop tanzen macht super glücklich, denn Lindy Hop bringt dich zum Lachen und lässt dich ganz den Moment genießen. An was liegt das? Ist es die Musik der 20er Jahre, sind es die Lehrer bzw. Lehrerinnen oder ist es der Swingtanz an sich oder das Tanzen in einer Gemeinschaft, in der es zwar gewisse Schrittfolgen gibt, diese aber durchaus variiert werden können? Oder ist es die Mischung aus allem? Beim Besuch einer Veranstaltung der Heilbronner Swingmonkeys neigt man schnell dazu, die Faszination dieser besonderen Tanzform der charismatischen Lehrerin Julia Ankenbrand zuzuschreiben, die mit einem wunderbaren Lachen über die Bühne swingt. Sie tanzt, sie hüpft, sie dreht sich – und vor allem: Sie lacht! Und das nahezu dauerhaft! Sie ist jedoch nicht die einzige, die mit Begeisterung das Tanzbein schwingt und dabei lacht. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Leidenschaft für den Swingtanz, der seine Ursprünge in den New Yorker Ballsälen der 20er bis 40er hat, teilen ebenfalls ihre Kursteilnehmer, die sich im Takt der Musik scheinbar schwerelos bewegen und lachen. Denn beim Lindy Hop Tanzen stehen Lebenslust und Experimentierfreude im Mittelpunkt. So ist neben der Improvisation nahezu alles erlaubt: Frauen tanzen mit Frauen, Männer mit Männer. Der Fantasie sind nahezu keine Grenzen gesetzt. 

Diese Tanzform, die ihre Wurzeln im afrikanischen Tanz hat, wurde als Paartanz von der europäischen Standardtanz-Tradition mit Elementen aus Stepptanz und Charleston beeinflusst, dabei ist sie jedoch viel lockerer und unkonventioneller. Benannt wurde der Tanz nach Charles Lindberghs erstem transatlantischen Flug von 1927: Die Zeitungen titelten „Lindy hops the Atlantic“.

„Nach dem zweiten Weltkrieg ging die Swing Ära zu Ende, um dann in den 80er Jahren ein großes Revival zu erleben. Der Swingtanz eroberte ein zweites Mal Europa und Amerika – und mich“,  lacht Julia Ankenbrand, die seit Anfang letzten Jahres gemeinsam mit ihrem Partner Christian Sturm die Heilbronner Tanzschule Swingmonkeys betreibt. Durch Zufall hat die Psychologin irgendwann das Swingtanzen entdeckt und war ab der ersten Sekunde in diesen Tanz verliebt. Sie belegte alle nur möglichen Kurse an der Swingtanzschule Swingstep in Heidelberg und war an den Wochenenden auf internationalen Workshops unterwegs. Schon nach kürzester Zeit begann sie selbst zu unterrichten. Sie gibt seither voller Begeisterung ihre Leidenschaft an andere Menschen nahezu aller Altersgruppen weiter.„Unser ältester Tänzer ist 83 und die jüngsten sind 3 Jahre alt. Es gibt Kurse für Kinder und Erwachsene. Das Alter spoielt keine Rolle,  es sind Menschen aus jeder Altersgruppe dabei“, so Julia, die auch beim Interview nahezu dauerhaft lacht. Denn Julia hat aus ihrem heißgeliebten Hobby einen Beruf gemacht und sie ist überglücklich, dass die Resonanz auf ihre Kurse so grandios ist. „Ich bin absolut überwältigt und freue mich darüber, dass unsere Kursteilnehmer teilweise lange Anfahrten in Kauf nehmen, um hier in unserer swingcommunity gemeinsam zu tanzen“, freut sich die Tanzpädagogin, die ab Januar Kurse für Kinder von 3-6 und von 6-10 Jahren anbietet. „Für die Kleinen haben wir ein freies Tanzprogramm,  bei dem Freude, freies Tanzen, die Förderung der Motorik und Konzentration sowie das Lernen von sozialen Kompetenzen im Vordergrund steht. Dabei geht es um Spaß haben, sich alleine oder auch in der Gruppe zur Musik zu bewegen und dabei viel für den eigenen Körper sowie für das soziales Miteinander lernen!“

Infos: www.swingmonkeys.de,   www.swingmonkeys.com