Deutsche Betonkanumeister in Heilbronn ermittelt

Über 100 Hochschulteams aus dem In- und Ausland demonstrierten bei der 17. Deutschen Betonkanu-Regatta des InformationsZentrum Beton (IZB) auf dem Neckar in Heilbronn eindrucksvoll, dass Beton und Leichtigkeit auf dem Wasser kein Gegensatz sein müssen. Mit filigranen Konstruktionen und sportlichen Höchstleistungen stellten sie sich im Wettbewerb. Sieger waren die Herren der HTWK Leipzig und die Damen der Uni Twente.

 Es waren packende Rennen bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem Neckar in Heilbronn. Und die Studierenden fanden sichtlich Spaß beim Rudern und Planschen auf dem Wasser. Beim sportlichen Wettbewerb hatten am Ende die Herren der HTWK Leipzig und die Damen der Uni Twente die Kanunasen vorn. In beiden Finalrennen glänzten die Teams der Bauhaus Uni Weimar mit jeweils zwei qualifizierten Teams. Die Regatta selbst wurde von den Kanuten der TSG Heilbronn professionell ausgerichtet.

„Die Betonkanu-Regatta ist eine Mischung aus Beton- und Bootsbautechnik, sportlichem Wettkampf und vor allem viel Spaß“, betont der Geschäftsführer des InformationsZentrum Beton (IZB), Ulrich Nolting, der voll des Lobes über den Austragungsort und die organisatorischen Abläufe in Heilbronn war. „Selten finden wir so ideale Bedingungen mitten in der Stadt und eine solch kompetente Unterstützung wie durch das Team der Heilbronn Marketing“, resümiert Nolting.

Als Partner der deutschen Zement- und Betonhersteller hat die Heilbronn Marketing GmbH (HMG) mit diesem Event schon mal einen Ausblick auf das im kommenden Jahr geplante Neckarfest in Heilbronn gegeben. „Die vielen jungen Menschen von Hochschulen aus ganz Europa, das ist das, was wir uns gewünscht haben“, freut sich HMG-Geschäftsführer Steffen Schoch. „Im Jahr der Bundesgartenschau und genau 25 Jahre nach der letzten Betonkanu-Regatta im Jahr 1994 auf dem Neckar in Heilbronn wollten wir wieder gute Gastgeber sein“, betont der HMG-Chef, der früher selbst Marketingmanager in der Zementindustrie war und einst über die Imagekampagne „Beton – Es kommt drauf an, was man draus macht“ seine Diplomarbeit geschrieben hatte.

Den begehrten Konstruktionspreis sicherte sich in diesem Jahr die FH Münster mit ihrem Boot BauInguin. Die ETH Zürich und die TU Berlin belegten die Plätze 2 und 3.  Einfachheit – die Gestaltungsprinzipien des Bauhauses, das in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, standen Pate für das Siegerboot „inFORM“ der Bauhaus Uni Weimar im Gestaltungswettbewerb. Zweiter wurden „Ernie und Bert“ der HS Darmstadt, „Inbus 2019“ der TU Dresden belegte Platz 3. In der Offenen Klasse setzte sich Hannover mit dem Leipniz Schwimmdock vor der Konkurrenz von der TU Graz und der HUW Würzburg-Schweinfurt durch. Ein Sonderpreis für die „kreativste Auslegung“ der Ausschreibung zur Betonkanu-Regatta ging an die TU Graz mit dem Kanu „Extension“. Ein eigentlich nicht dem Regelwerk entsprechendes Kurzboot wurde durch technisch funktionslose Carbonbetonstäbe verlängert. Das leichteste Boot (ohne Verlängerungen) wog 2,61 kg je Meter bzw. insgesamt 12 kg. Dieses Leichtgewicht „Feuerbits“ baute die TU Dresden.

Der Nachwuchspreis ging an die Staatliche Studienakademie Glauchau. Nicht alltäglich ist die Zusammenarbeit von Auszubildenden aus fünf Nationen an einem Boot. Die Jury vergibt einen Sonderpreis für völkerverständigende Zusammenarbeit an die Knobelsdorf-Schule in Berlin mit dem Kanu „Grenzgänger“. Betonbauer-Azubis mit polnischen, russischen, syrischen, türkischen und deutschen Wurzeln waren beteiligt. Der Pechpreis ging an die Staatliche Technikerakademie Alsfeld die es nicht zum Start der Regatta schaffte.

Weitere Informationen www.betonkanu-regatta.de