Geschichte heute modern erleben

Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel (2. von rechts) enthüllt zusammen mit Jasmin Heyd, dem Käthchen von Heilbronn, Ariane Born (Geschäftsführerin Burgenstraße e.V.) und HMG-Geschäftsführer Steffen Schoch die neue Infostele zur Burgenstraße am mittelalterlichen Götzenturm in Heilbronn. (Foto: HMG/Hölsch)

Eine neue Infosäule mit viel Wissenswertem über die Burgenstraße wurde jetzt an prominenter Stelle beim im Jahr 1392 errichteten Heilbronner Götzenturm direkt am Neckar aufgestellt und von Oberbürgermeister Harry Mergel im Beisein des Heilbronner Käthchens enthüllt. Die Stele dient als Wegweiser und informiert neben den Angeboten vor Ort auch über rund 60 geschichtsträchtige Burgen und Schlösser, die sich entlang der touristischen Route befinden.

Heilbronn ist Gründungsmitglied der am 10. März 1954 ins Leben gerufenen Burgenstraße. Zusammen mit den Städten Mannheim, Heidelberg, Rothenburg o.d.T., Ansbach und Nürnberg schloss sich die einstige Reichsstadt zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen deren Ziel es war, die attraktiven Ferien- und Ausflugsziele touristisch zu erschließen. „Die Burgenstraße gehört zu den ersten Touristikrouten, die in Deutschland entstanden sind. Sie zählt noch heute zu den traditionsreichsten und beliebtesten Ferienstraßen in Deutschland“, betont Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel. Die Initiative zur Gründung für das erfolgreiche Tourismusnetzwerk war damals von Heilbronn ausgegangen.

Wenngleich das Mittelalter in Heilbronn nur noch an wenigen Stellen erlebbar ist, so führt uns die erste Erwähnung als „Helibrunna“ in das Jahr 741, das frühe Mittelalter. „Die mächtige Kilianskirche, das traditionsreiche Käthchenhaus am Marktplatz, das Deutschordensmünster St. Peter und Paul und Reste der Stadtbefestigung mit dem Götzenturm und dem Bollwerksturm aus dem 13. und 14. Jahrhundert entführen uns auch heute noch in eine Zeit, zu der Heilbronn mit einer aktiven Kaufmannschaft neben zahlreichen Mühlen auch einen Hafen hatte und das für eine bedeutende Handelsstadt wichtige Markt- und Münzrecht besaß“, so der Oberbürgermeister weiter.

Die Burgenstraße verbindet heute mehr als 60 Burgen und Schlösser auf ihrem Weg quer durch Süddeutschland. „Die rund 780 Kilometer lange Touristikroute mit Start in Mannheim und Ende in Bayreuth ist gerade in Zeiten von Corona ein willkommenes Ferienangebot, um die Heimat sowohl zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto, im Wohnmobil oder auf den ersten Kilometern mit dem Schiff auf dem Neckar zu erkunden“, so der Heilbronner Tourismuschef Steffen Schoch. Gerade für Familien mit kleinen Kindern ist eine Burgenstraße-Reise äußerst spannend und die Geschichte hautnah zu erleben. Liegen doch die Burg Guttenburg mit Museum und Greifenwarte, die Burg Steinsberg bei Sinsheim, die einstige Stauferpfalz in Bad Wimpfen oder das mittelalterlich geprägte Schwäbisch Hall auch mit modernen Kunstschätzen direkt vor der Haustüre. Ferner warten das prächtige Wasserschloss Neuenstein mit dem Hohenlohe-Museum, die Weibertreu in Weinsberg und das Deutsche Automuseum im Schloss Langenburg mit einprägsamen Ferienerlebnissen auf.

Weitere Informationen bei der Tourist-Information in der Kaiserstraße 17 in Heilbronn unter der Telefonnummer 07131 56 22 70,
per E-Mail unter  info@heilbronn-marketing.de und im Internet unter https://www.heilbronn.de/tourismus oder www.burgenstrasse.de. Die Tourist-Information Heilbronn ist derzeit Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet.