Frequenz nähert sich Vor-Shutdown-Niveau

 

In der vergangenen Woche haben einige Geschäfte nach vierwöchiger Schließung ihre Türen wieder geöffnet. Auch wenn die Restaurants ihren Service nach wie vor nur „zum Mitnehmen“ anbieten dürfen, läuft das Leben in der Innenstadt langsam wieder an. „Noch sind die Frequenzzahlen nicht auf einem Normalniveau“, analysiert City Managerin Irina Guzina, aber die vergangene Woche habe gezeigt, dass die Zahlen an einzelnen Wochentagen bereits auf 90 Prozent des Frequenzniveaus der Monate vor dem Shutdown (Januar/Februar 2020) liegen.

Die Freude über die ersten Kunden nach dem Shutdown sei groß. „Natürlich hoffen die Händler, dass die Umsätze schrittweise weiter nach oben gehen werden“, berichtet Irina Guzina von Rückmeldungen, die sie als City Managerin erhalten hat. Die Geschäfte hätten viele Maßnahmen umgesetzt, um das Infektionsrisiko gering zu halten und die Kunden würden sich gut an Mindestpersonenzahlen oder Abstandsregeln im Laden halten.

Das City-Management der Heilbronn Marketing GmbH analysiert in diesen Tagen die Frequenzdaten in der Innenstadt anhand des festinstallierten Lasermessgerätes von hystreet.com in der Fleiner Straße, dessen Daten öffentlich zugänglich sind. „Wir haben leider keine Vergleichszahlen aus April 2019“, sagt Irina Guzina, weil das Messgerät erst im Herbst vergangenen Jahres installiert worden sei. Das verzerre das Bild etwas, weil ein April wetterbedingt eine höhere Frequenz verzeichne als die Wintermonate. Aber ein Trend lasse sich dennoch ablesen. So seien in der Woche nach der Wiedereröffnung, 20. bis 26. April (KW 17), fast die Durchschnitts-Tageswerte aus den „normalen“ Monaten Januar und Februar erreicht worden. Mit 18.190 Passanten liege beispielsweise der Montag, 20. April fast auf dem Niveau des Durchschnittsvergleichswert für einen Montag im Januar/Februar.

Am Wochenende sah dies anders aus: der Samstag, 25. April erreichte nur etwa 50 Prozent des Durchschnittsvergleichswert für einen Samstag im Januar/Februar. „Dies deutet darauf hin, dass die Menschen ihre Einkäufe vernünftig planen und mit dem Weg zur Arbeit oder anderen Aufgaben verknüpfen“, glaubt die City-Managerin. Es stehe also eher der notwendige Einkauf im Vordergrund, auf das reine Shopping-Erlebnis am Wochenende hingegen, verzichte man noch. Auch, dass sich die Menschen während des Shutdowns kaum in der Innenstadt aufgehalten haben zeigen die Frequenzzahlen: „Es wurde nur etwa 20 Prozent der sonstigen Durchschnittsfrequenz der Vergleichsmonate Januar/Februar erreicht“, so Guzina.

Bildnachweis: HMG/Roland Schweizer

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