In den letzten Wochen hat sich das Leben in Deutschland und auf der ganzen Welt stark verändert. Der Grund dafür ist ein neues Virus. Das neue Virus ist ein Coronavirus. Die Mehrzahl von Virus ist: Viren.
Etliche Menschen in Deutschland haben sich mit diesem Virus angesteckt. Damit sich das neue Virus nicht so schnell ausbreitet, haben die verantwortlichen Politiker und Politikerinnen der einzelnen Bundesländer von Deutschland neue Regeln erlassen. 

Aber was sind Viren überhaupt?

Viren sind sehr klein und für das menschliche Auge unsichtbar. Manche Viren können schlimme Krankheiten auslösen. Deswegen nennt man Viren auch Krankheitserreger. Die neuen Coronaviren lösen eine Krankheit aus. Diese Krankheit heißt COVID-19. Das neue Coronavirus ist sehr ansteckend. Die Krankheit überträgt sich von Mensch zu Mensch, wenn man sich zum Beispiel anhustet oder sich umarmt. Die Krankheit kann sich sehr schnell ausbreiten.

Zur Historie:
Im Dezember 2019 haben in China zum ersten Mal Menschen COVID-19 bekommen. Inzwischen sind Menschen in den meisten Ländern der Erde erkrankt. Auch viele Menschen in Deutschland haben die Krankheit COVID-19. Auf der Welt sind schon viele Menschen wegen der Krankheit COVID-19 gestorben. Auch in Deutschland sind Menschen gestorben. Durch diese neuen Regeln soll erreicht werden, dass für alle, die eine schwere Krankheit haben, einen Platz im Krankenhaus da ist. Die Krankenhäuser in Deutschland haben nicht genug lebensrettende Geräte, wenn sehr viele Menschen sich gleichzeitig anstecken.
Wenn es zum Beispiel nicht genug lebensrettende Atemgeräte in den Krankenhäusern gibt, sterben mehr Menschen an COVID-19. Sie können dann nicht beatmet werden.
Die neuen Regeln verändern unser Zusammenleben stark. Sie sollen aber dabei helfen, dass sich COVID-19 langsamer ausbreitet:

  • Menschen sollen weniger Kontakt miteinander haben. In vielen Teilen Deutschlands darf man sich im öffentlichen Raum, zum Beispiel auf der Straße oder im Park, nur mit einer Person treffen. Man darf aber mit den Personen zusammen rausgehen, mit denen man auch zusammen wohnt.
  • In manchen Teilen Deutschlands, darf man das eigene Haus nur verlassen, um einzukaufen oder zur Arbeit zu fahren.
  • Viele sprechen mit ihren Verwandten oder Freunden nur über das Telefon oder über ein Videogespräch.
  • Zu allen Personen soll ein großer Abstand von mindestens eineinhalb Metern eingehalten werden, um sich nicht anzustecken.
  • In allen Bundesländern gibt es eine Maskenpflicht. Das bedeutet, dass Sie eine Mund-Nase-Maske an öffentlichen Orten tragen müssen. Zum Beispiel wenn Sie mit Bus und Bahn unterwegs sind, oder wenn Sie einkaufen gehen.
  • Cafés, Restaurants und große Geschäfte sind geschlossen. Alle Geschäfte müssen strenge Regeln beachten. Alle, die einkaufen, sollen einen Abstand von mindestens einen und einen halben Meter zueinander haben. Dies kann Ansteckungen verhindern. So treffen sich weniger Menschen.
  • Die meisten Kinder müssen zu Hause bleiben und können nicht in die Schule oder in die Kindertagesstätte gehen. Ihre Eltern oder andere Personen müssen auf sie aufpassen und mit ihnen zusammen lernen. 
  • Theater, Kinos, Schwimmbäder und Vergnügungsparks sind geschlossen, weil sich auch dort sehr viele Menschen treffen.
  • Auch Gottesdienste in Kirchen oder Gebete in Moscheen finden nicht statt, Geburtstage und Hochzeiten müssen verschoben werden und zu Beerdigungen dürfen nur sehr wenige Menschen kommen.

Aber: Wichtige Geschäfte bleiben offen. Es bleiben die Geschäfte offen, die für die Versorgung der Menschen nötig sind. Deshalb bleiben auf jeden Fall Supermärkte, Bäckereien oder Metzgereien offen. Auch Apotheken und Arztpraxen haben geöffnet. 

Zwischenzeitlich haben sich die Regeln wieder leicht verändert. Auch größere Geschäfte bis 800 qm dürfen wieder öffnen. In allen Geschäften und im Nahverkehr besteht Schutzmaskenpflicht.
Durch die Regeln können die Menschen vieles nicht mehr machen, 

  • was sie gewohnt sind
  • und was sie gerne machen.

Deshalb sollen die Regeln nur so lange gelten, wie es notwendig ist. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen untersuchen, wie schnell sich das Virus in Deutschland ausbreitet. Die verantwortlichen Politiker und Politikerinnen der Bundesländer entscheiden darüber, ob diese Regeln noch länger gelten sollen.
Zum Beispiel beraten die Chefs der Regierungen der Bundesländer und die Bundeskanzlerin bei Videokonferenzen über die Corona-Krise.
Eine Videokonferenz ist eine Besprechung mehrerer Personen. Die Personen können sich an verschiedenen Orten befinden. Die Videokonferenz wird mit mehreren Kameras aufgenommen und über das Internet übertragen.
Alle 14 Tage werden auf Videokonferenzen Vorschläge darüber gemacht, welche Regeln noch gelten sollen. Zum Beispiel wurde bei einer solchen Videokonferenz beschlossen, dass kleinere Geschäfte, Buchhandlungen, Auto- und Fahrradhändler ab dem 20. April wieder öffnen können. Einige Schulen sollen ab dem 4. Mai wieder öffnen. Es sollen aber nicht alle Schüler und Schülerinnen auf einmal in die Schule. 

Was können wir selbst tun? 

Wir können mithelfen, dass das Virus sich langsamer ausbreitet. 

  • Indem wir uns an die Regeln halten, auch wenn unsere Freiheit dadurch stark eingeschränkt ist. 
  • Wir sind solidarisch! Solidarität bedeutet Zusammengehörigkeit. Wenn sich eine oder mehrere Personen oder Gruppen helfen und sich gegenseitig unterstützen ist das Solidarität. Zum Beispiel können wir für ältere Menschen einkaufen gehen oder mit einsamen Menschen telefonieren. So zeigen wir uns solidarisch mit allen anderen Menschen in Deutschland. 
  • Wir waschen uns oft die Hände mit Seife. Auch so helfen wir mit, dass sich das Virus nicht so schnell verbreitet.
  • Manche Menschen kaufen gerade sehr viel ein, zum Beispiel Toilettenpapier oder Mehl. Wir kaufen nur die Dinge, die wir wirklich brauchen. Die Supermärkte bleiben offen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter füllen die Regale in den Supermärkten nach. So können auch Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger nach der Arbeit noch etwas kaufen.

Angst als Freund oder als Panikmacher?

Gerade in der Akutphase, in der wir uns befinden, werden in vielen Menschen existenzielle Ängste hervorgerufen. Neben Ängsten vor einer eigenen Erkrankung und unzureichender medizinischer Versorgung, wie wir es teilweise gerade in Italien sehen, entstehen Ängste um nahe stehende Menschen aus Risikogruppen, wirtschaftliche Ängste sowie Ängste bezüglich der elementaren Grundversorgung. Neben dem Virus machen uns auch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens Angst. 

Psychologisch gesehen erleben wir den Verlust von Kontrolle, Hilflosigkeit und Ohnmacht. Vieles ist unklar. Wir wissen noch wenig über den Verlauf der Pandemie, die Dauer der Einschränkungen oder wann Medikamente entwickelt werden. 

Zunächst einmal erfüllt Angst – wie alle Emotionen – eine wichtige Grundfunktion, in diesem Fall die Warnung vor Gefahren. Sie führt dazu, dass wir vorsichtiger werden. In einem angemessenen Ausmaß sind Angst und Unsicherheit derzeit also völlig normal und gesund. Problematisch wird es, wenn eine potenzielle Gefahr entweder verharmlost oder verdrängt wird oder wenn uns die Angst so einnimmt, dass wir handlungsunfähig werden. Für einen gesunden Umgang ist es wichtig, Ängste zunächst zuzulassen und wahrzunehmen, um sie dann angemessen zu regulieren. Dies ist wissenschaftlich nachgewiesen etwa mit Entspannungstechniken wie Atemübungen, Yoga oder PME (progressive Muskelentspannung) möglich. 

Ein weiteres Problem könnte die Überbeschäftigung mit Corona sein, sei es medial, in Gesprächen mit anderen oder gedanklich. Hier helfen gezielte “Corona-Pausen”, in denen man beispielsweise zu gewissen Uhrzeiten das Handy weglegt und den Fernseher ausschaltet. In Gesprächen mit anderen können wir versuchen, das Thema Corona nach einem kurzen Austausch für den restlichen Kontakt gezielt außen vor zu lassen. Bei Sorgen und Grübelgedanken, unter denen viele Menschen insbesondere vorm Einschlafen leiden, kann es helfen, alle Gedanken 15 Minuten aufzuschreiben und das Blatt anschließend wegzupacken. 

Neben dem oben beschriebenen Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit ist ein anderes zentrales Bedürfnis des Menschen das nach Bindung. Einsamkeit stresst Menschen. Auf der anderen Seite besteht für viele die besondere Herausforderung, im Haushalt mit wenigen Leuten sehr viel Zeit auf einmal zu verbringen, was Konfliktpotenzial birgt.

Um den Lagerkoller im Griff zu halten, ist es wichtig, den Tag-Nacht-Rhythmus sowie alltägliche Routinen (aufstehen, anziehen, geregelte Mahlzeiten) aufrecht zu erhalten – das schafft Normalität, und wir können ausreichend regenerieren. Neu entstandene zeitliche Freiräume können wir für allerlei selbst auferlegte Aufgaben nutzen, zum Beispiel einen E-Learning-Kurs absolvieren, das neue Buch durchlesen, ein neues Gericht kochen, ausmisten, die Steuererklärung machen oder Ähnliches. Dabei sollte die Selbstfürsorge nicht vergessen werden. Es ist wichtig, gezielt Aktivitäten einzuplanen, die wir genießen, die Spaß machen oder uns entspannen. Ausreichend Bewegung baut Stresshormone ab und unterstützt das Immunsystem. Gesunde Ernährung wirkt sich ebenfalls positiv auf die psychische und physische Gesundheit aus.

Wir wahren besonnen die Balance zwischen dem Ernst der Lage und dem Erhalt von Normalität und Leichtigkeit! Einerseits ist es derzeit die Aufgabe jedes Einzelnen, Verantwortung zu übernehmen, indem wir uns alle an Vorgaben und Empfehlungen halten. Andererseits können wir das am besten, wenn wir uns um unsere körperliche, aber auch unsere psychische Gesundheit kümmern.

Hier nun 10 positive Aspekte, die wir der „Corona Virus-Krise“ abgewinnen können:

1. Weniger Umweltverschmutzung (und weniger Todesfälle?) 

Die Erde denkt sich gerade, haben meine Menschen einen Wimpernschlag vor ihrem Exitus doch noch umgedacht? Durch den Rückgang der Industrie- und Wirtschaftsleistung, der Alltagsmobilität sowie der Reisen während der Krise geht die Umweltverschmutzung zurück. In China etwa sind die CO2-Emissionen seit Ende Januar um ein Viertel gesunken. François Gemenne, Leiter des Hugo Observatory an der Universität Lüttich, sagt, dass möglicherweise mehr Menschen durch die geringere Umweltverschmutzung gerettet werden, als durch das Coronavirus sterben. Studien haben gezeigt, dass die Umweltverschmutzung jährlich für 9 Millionen Todesfälle (jeder 6.) weltweit und über 62.000 (jeder 14.) in Deutschland verantwortlich ist.

2. Chance, den Wirtschaftswachstumswahnsinn zu überdenken

Für uns und die Umwelt ist nicht viel gewonnen, wenn wir nach der Krise so weiter machen, wie vor der Krise (oder noch hanebüchener agieren, um die Verluste wieder hereinzuholen, die Börsen anzukurbeln und die Globalisierung zu sichern). Höher, schneller, mehr. Wir vergiften die Erde munter weiter, obwohl sie bereits sterbenskrank ist. Der Earth Overshoot Day bezeichnet den Tag im Jahr, ab dem wir Menschen mehr natürliche Ressourcen verbrauchen als die Erde produzieren kann. 1971 fiel der Earth Overshoot Day auf den 21. Dezember, 2000 auf den 1. November und 2019 bereits auf den 29. Juli. Das bedeutet, dass die Menschheit im letzten Jahr 1,75 Erden beansprucht hat. Prognosen nach werden es 2050 drei Erden sein. Es kommt noch bitterer. Wir Deutsche verbrauchen bereits jetzt drei Erden, denn unser nationaler Earth Overshoot Day fiel 2019 auf den 3. Mai (der österreichische auf den 9. April, der schweizerische auf den 7. Mai). Jeder Fünfjährige versteht, dass uns das wachstumsfixierte Wirtschaftssystem in diesen Schlamassel geführt hat. Nur zu einer tieferen Reflexion bei einem größeren Teil der Verantwortlichen (zu denen wir alle zählen) ist es bisher nicht gekommen. Die Lösungen könnten lauten: Postwachstumsökonomie, Suffizienz, Subsistenz und Arbeitszeitverkürzung. Der bekannte Wachstumskritiker Niko Paech erklärt im Interview mit mir die Begriffe und Zusammenhänge. Am 17. März 2020 erscheint das Buch „All you need is less – Eine Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht“,  das Paech zusammen mit dem Achtsamkeitsexperten und Dharma-Lehrer Manfred Folkers geschrieben hat.

3. Solidarität zeigen

Sich um die älteren Menschen sorgen, den Infizierten Lebensmittel vor die Tür stellen, das Personal in den Krankenhäusern unterstützen, geduldig sein, sich an den Vorgaben der Behörden halten. In Krisenzeiten sollten wir uns besonders in Solidarität, Empathie und Hilfsbereitschaft üben (wir dürfen nach der Krise diese Tugenden beibehalten). So funktioniert eine intakte Gesellschaft – nicht mit Ellenbogenmentalität und Selbstoptimierung. Ein schönes Beispiel: In Italien verabreden sich die Menschen zu spontanem Singen auf Ihren Balkonen, um die Stimmung in der Isolation zu heben. 

4. Die freien Stunden und Tage zuhause sinnvoll nutzen

Zeit mit sich, den Kindern oder dem Partner verbringen, im Garten arbeiten, basteln, italienisch lernen, Klavier spielen, mit Freunden und Familie telefonieren, Briefe schreiben, die Wohnung ausmisten die Steuererklärung machen, mit dem Projekt „Roman schreiben“ beginnen … Bis auf Weiteres gilt die Ausrede „Ich habe keine Zeit“ nicht mehr. Am besten gewöhnen wir uns diese Floskel komplett ab.

5. Zur Besinnung kommen

In unserer sonst so schnelllebigen, ach so modernen und sowieso vernetzten Welt tut die Besinnung auf das Wesentliche gut und not. Dann verlieren wir unsere Werte und das, was uns wichtig ist im Leben, nicht aus den Augen. Der Psychologe und Autor Stephan Grünewald „Wie tickt Deutschland? – Psychologie einer aufgewühlten Gesellschaft“ sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Corona Virus-Krise zu einer Besinnungspause führen könnte und weiter: „Wenn wir uns zurückziehen in die Laube, ins Studierzimmer, kann das auch dazu führen, dass wir uns und die Welt noch mal neu erfinden.“

6. Einstieg in die wunderbare Welt des Minimalismus

Weniger Neues kaufen und tun; zufrieden sein mit dem, was wir sind und haben; Konzentration auf das, was wichtig ist; weniger planen; das Herumfahren und Fliegen reduzieren – die Isolation und die Einschränkungen lehren uns, einfach einfacher zu leben. Manch einer wird nach der Corona Virus-Krise nicht mehr so weiter machen wollen wie zuvor. Er hat das minimalistische Leben für sich entdeckt. 

7. Die eigene Gesundheit wertschätzen

„Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern“, hat Hydrotherapeut und Naturheilkundler Sebastian Kneipp im 19. Jahrhundert gesagt. Diese Devise sollten wir uns nicht nur im Angesicht des Corona Virus zu Herzen nehmen. Bester Schutz vor Krankheiten sind eine überwiegend pflanzliche und vollwertige Ernährung, ausreichend Bewegung, sowie das Vermeiden von Stress, Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum. Das stärkt das Immunsystem, was wiederum Viren und Bakterien abwehren kann. 

8. Chance, die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte zu verbessern

Dass in der Gesundheits- und Krankenpflege Personalmangel herrscht, niedrige Löhne gezahlt werden, aber trotzdem die Verantwortung hoch und die Arbeitszeiten lang sind, ist seit Jahren bekannt. Geändert hat sich nicht viel. Während der Corona Virus-Krise verschärft sich der Pflegenotstand. Vielleicht ist das eine Chance, diesen wichtigen Beruf endlich aufzuwerten und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Das würden die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege und das Studium der Pflegewissenschaften attraktiver machen. Ein Signal: In Spanien haben sich Tausende Menschen abgesprochen, vom Balkon oder Fenster aus das Gesundheitspersonal mit Ovationen zu ehren.

9. Kommt der Corona-Baby-Boom?

Nachdem der Fußball ruht, dürfte aktuell Sex die schönste Nebensache der Welt sein. Und da wir durch die Corona Virus-Krise gezwungen sind, viel zuhause zu bleiben, kommen im nächsten Winter vielleicht viele süße gesunde Corona-Babys auf die Welt. Von Filmchen gucken wird man aber nicht schwanger. Ein niederländischer Pornoanbieter gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass derzeit seine Umsätze die sonst umsatzstärksten Tage des Jahres wie den Black Friday übersteigen. Auffällig sei der immense Zuwachs aus Nordrhein-Westfalen und Italien.

10. Lernen für kommende Viren

Nach der erfolgreichen Bekämpfung des neuen Corona Virus werden wir reicher an Erfahrungen sein. Das könnte sich in der Zukunft als nützlich erweisen, v. a. falls wesentlich virulentere Erreger wie MERS (Letalität bis 35 Prozent) oder SARS (Letalität bis 10 Prozent) auftauchen. Die internationale Gemeinschaft wird besser kooperieren, die verantwortlichen Behörden der Länder werden überarbeitete Krisenpläne vorliegen haben und wir Bürger(innen) werden von Anfang an wissen, wie wir uns schützen können.

Es gibt also einige „Begleiterscheinungen, die für Zuversicht und Durchhaltevermögen sorgen.

Noch ein ganz anderer Aspekt:

Die Erde ist heilbar. 

Es gibt eine Welt, welche unsere Wunden heilt. Dies ist die Welt des ungefälschten Lebens. Und es gibt eine Welt, welche die Wunden verursacht: Es ist die Welt des Menschen. Diese beiden Welten müssen zusammenkommen, um künftiges Leiden zu verhindern.

Es wird Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis die volle Bedeutung der Ereignisse von 2020 ganz zu verstehen ist. Aber wir können sicher sein, dass diese echte globale Krise auch ein globaler Wendepunkt ist. Die nahe Zukunft wird viele emotionale, körperliche und finanzielle Schmerzen bringen. Aber eine Krise dieses Ausmaßes wird nie wirklich überwunden, bevor nicht viele der Grundlagen unseres sozialen und wirtschaftlichen Lebens erneuert sind.

“Das Interessante an der Krise ist, dass etwas Unsichtbares die Dinge sichtbar macht, die nicht funktioniert haben in unserer Gesellschaft.” 

Christiane Varga, Wiener Zukunftsinstitut

Wir werden uns wundern, dass die sozialen Verzichte, die wir leisten mussten, selten zu Vereinsamung führten. Im Gegenteil. Nach einer ersten Schockstarre fühlten viele sich sogar erleichtert, dass das viele Rennen, Reden, Kommunizieren auf Multikanälen plötzlich zu einem Halt kam. Verzichte müssen nicht unbedingt Verlust bedeuten, sondern können sogar neue Möglichkeitsräume eröffnen. Das hat schon mancher erlebt, der zum Beispiel Intervallfasten probierte – und dem plötzlich das Essen wieder schmeckte. Paradoxerweise erzeugte die körperliche Distanz, die der Virus erzwang, gleichzeitig neue Nähe. Wir haben Menschen kennengelernt, die wir sonst nie kennengelernt hätten. Wir haben alte Freunde wieder häufiger kontaktiert, Bindungen verstärkt, die lose und locker geworden waren. Familien, Nachbarn, Freunde, sind näher gerückt und haben bisweilen sogar verborgene Konflikte gelöst. Die gesellschaftliche Höflichkeit, die wir vorher zunehmend vermissten, stieg an.

Wir werden uns wundern, wie schnell sich plötzlich Kulturtechniken des Digitalen in der Praxis bewährten. Tele- und Videokonferenzen, gegen die sich die meisten Kollegen immer gewehrt hatten (der Business-Flieger war besser) stellten sich als durchaus praktikabel und produktiv heraus. Lehrer lernten eine Menge über Internet-Teaching. Das Homeoffice wurde für Viele zu einer Selbstverständlichkeit – einschließlich des Improvisierens und Zeit-Jonglierens, das damit verbunden ist.

Gleichzeitig erlebten scheinbar veraltete Kulturtechniken eine Renaissance. Plötzlich erwischte man nicht nur den Anrufbeantworter, wenn man anrief, sondern real vorhandene Menschen. Das Virus brachte eine neue Kultur des Langtelefonierens ohne Second Screen hervor. Auch die »messages« selbst bekamen plötzlich eine neue Bedeutung. Man kommunizierte wieder wirklich. Man ließ niemanden mehr zappeln. Man hielt niemanden mehr hin. So entstand eine neue Kultur der Erreichbarkeit. Der Verbindlichkeit.

Menschen, die vor lauter Hektik nie zur Ruhe kamen, auch junge Menschen, machten plötzlich ausgiebige Spaziergänge (ein Wort, das vorher eher ein Fremdwort war). Bücher lesen wurde plötzlich zum Kult.

Re-Gnosen bilden hingegen eine Erkenntnis-Schleife, in der wir uns selbst, unseren inneren Wandel, in die Zukunftsrechnung einbeziehen. Wir setzen uns innerlich mit der Zukunft in Verbindung, und dadurch entsteht eine Brücke zwischen Heute und Morgen. Es entsteht ein »Future Mind« – eine Zukunfts-Bewusstheit.

Wenn man das richtig macht, entsteht so etwas wie Zukunfts-Intelligenz. Wir sind in der Lage, nicht nur die äußeren »Events«, sondern auch die inneren Adaptionen, mit denen wir auf eine veränderte Welt reagieren, zu antizipieren.

Das fühlt sich schon ganz anders an als eine Prognose, die in ihrem apodiktischen Charakter immer etwas Totes, Steriles hat. Wir verlassen die Angststarre und geraten wieder in die Lebendigkeit, die zu jeder wahren Zukunft gehört. 

Wir alle kennen das Gefühl der geglückten Angstüberwindung. Wenn wir für eine Behandlung zum Zahnarzt gehen, sind wir schon lange vorher besorgt. Wir verlieren auf dem Zahnarztstuhl die Kontrolle und das schmerzt, bevor es überhaupt wehtut. In der Antizipation dieses Gefühls steigern wir uns in Ängste hinein, die uns völlig überwältigen können. Wenn wir dann allerdings die Prozedur überstanden haben, kommt es zum Coping-Gefühl: Die Welt wirkt wieder jung und frisch und wir sind plötzlich voller Tatendrang. Coping heißt: bewältigen. Neurobiologisch wird dabei das Angst-Adrenalin durch Dopamin ersetzt, eine Art körpereigener Zukunfts-Droge. Während uns Adrenalin zu Flucht oder Kampf anleitet (was auf dem Zahnarztstuhl nicht so richtig produktiv ist, ebenso wenig wie beim Kampf gegen Corona), öffnet Dopamin unsere Hirnsynapsen: Wir sind gespannt auf das Kommende, neugierig, vorausschauend. Wenn wir einen gesunden Dopamin-Spiegel haben, schmieden wir Pläne, haben Visionen, die uns in die vorausschauende Handlung bringen.

Erstaunlicherweise machen viele in der Corona-Krise genau diese Erfahrung. Aus einem massiven Kontrollverlust wird plötzlich ein regelrechter Rausch des Positiven. Nach einer Zeit der Fassungslosigkeit und Angst entsteht eine innere Kraft. Die Welt »endet«, aber in der Erfahrung, dass wir immer noch da sind, entsteht eine Art Neu-Sein im Inneren.

Mitten im Shut-Down der Zivilisation laufen wir durch Wälder oder Parks, oder über fast leere Plätze. Aber das ist keine Apokalypse, sondern ein Neuanfang.

So erweist sich: Wandel beginnt als verändertes Muster von Erwartungen, von Wahrnehmungen und Welt-Verbindungen. Dabei ist es manchmal gerade der Bruch mit den Routinen, dem Gewohnten, der unseren Zukunfts-Sinn wieder freisetzt. Die Vorstellung und Gewissheit, dass alles ganz anders sein könnte – auch im Besseren.

Vielleicht werden wir uns sogar wundern, dass Trump im November abgewählt wird. Die AFD zeigt ernsthafte Zerfransens-Erscheinungen, weil eine bösartige, spaltende Politik nicht zu einer Corona-Welt passt. In der Corona-Krise wurde deutlich, dass diejenigen, die Menschen gegeneinander aufhetzen wollen, zu echten Zukunftsfragen nichts beizutragen haben. Wenn es ernst wird, wird das Destruktive deutlich, das im Populismus wohnt.

Politik in ihrem Ur-Sinne als Formung gesellschaftlicher Verantwortlichkeiten bekam in dieser Krise eine neue Glaubwürdigkeit, eine neue Legitimität. Gerade weil sie »autoritär« handeln musste, schuf Politik Vertrauen ins Gesellschaftliche. Auch die Wissenschaft hat in der Bewährungskrise eine erstaunliche Renaissance erlebt. Virologen und Epidemiologen wurden zu Medienstars, aber auch »futuristische« Philosophen, Soziologen, Psychologen, Anthropologen, die vorher eher am Rande der polarisierten Debatten standen, bekamen wieder Stimme und Gewicht.

Fake News hingegen verloren rapide an Marktwert. Auch Verschwörungstheorien wirkten plötzlich wie Ladenhüter, obwohl sie wie saures Bier angeboten wurden.

Ein Virus als Evolutionsbeschleuniger.

Tiefe Krisen weisen obendrein auf ein weiteres Grundprinzip des Wandels hin: Die Trend-Gegentrend-Synthese.

Die neue Welt nach Corona – oder besser mit Corona – entsteht aus der Disruption des Megatrends Konnektivität. Politisch-ökonomisch wird dieses Phänomen auch »Globalisierung« genannt. Die Unterbrechung der Konnektivität – durch Grenzschließungen, Separationen, Abschottungen, Quarantänen – führt aber nicht zu einem Abschaffen der Verbindungen. Sondern zu einer Neuorganisation der Konnektome, die unsere Welt zusammenhalten und in die Zukunft tragen. Es kommt zu einem Phasensprung der sozio-ökonomischen Systeme.

Die kommende Welt wird Distanz wieder schätzen – und gerade dadurch Verbundenheit qualitativer gestalten. Autonomie und Abhängigkeit, Öffnung und Schließung, werden neu ausbalanciert. Dadurch kann die Welt komplexer, zugleich aber auch stabiler werden. Diese Umformung ist weitgehend ein blinder evolutionärer Prozess – weil das eine scheitert, setzt sich das Neue, überlebensfähig, durch. Das macht einen zunächst schwindelig, aber dann erweist es seinen inneren Sinn: Zukunftsfähig ist das, was die Paradoxien auf einer neuen Ebene verbindet.

Dieser Prozess der Komplexierung – nicht zu verwechseln mit Komplizierung – kann aber auch von Menschen bewusst gestaltet werden. Diejenigen, die das können, die die Sprache der kommenden Komplexität sprechen, werden die Führer von Morgen sein. Die werdenden Hoffnungsträger. Die kommenden Gretas.

„Wir werden durch Corona unsere gesamte Einstellung gegenüber dem Leben anpassen – im Sinne unserer Existenz als Lebewesen inmitten anderer Lebensformen.”

Jede Tiefenkrise hinterlässt eine Story, ein Narrativ, das weit in die Zukunft weist. Eine der stärksten Visionen, die das Corona Virus hinterlässt, sind die musizierenden Italiener auf den Balkonen. Die zweite Vision senden uns die Satellitenbilder, die plötzlich die Industriegebiete Chinas und Italiens frei von Smog zeigen. 2020 wird der CO&sub2;-Ausstoß der Menschheit zum ersten Mal fallen. Diese Tatsache wird etwas mit uns machen.

Wenn das Virus so etwas kann – können wir das womöglich auch? Vielleicht war der Virus nur ein Sendbote aus der Zukunft. Die drastische Botschaft lautet: Die menschliche Zivilisation ist zu dicht, zu schnell, zu überhitzt geworden. Sie rast zu sehr in eine bestimmte Richtung, in der es keine Zukunft gibt.

„Aber sie kann sich neu erfinden.
System reset.
Cool down!
Musik auf den Balkonen!

So geht Zukunft.“ 

Ängste erleben – Ängste bestehen

Über die Kindliche Angst als Hilfsüberlegungen für einen guten Umgang mit Corona

Jeder Entwicklungsschritt, speziell in der Kindheit, wird begleitet von Angst. Allzu oft versuchen wir – die Erwachsenen – Kinder vor Situationen zu schützen, die ihnen Angst machen. Nicht selten wollen wir uns sogar selbst weismachen, dass die kindliche Welt voller Glück ist und Angst(-momente) nicht kennt. Gefühle der Angst zu meiden, nicht zuzulassen oder auszureden, führt jedoch nicht dazu, Angst als natürliche Emotion kennen zu lernen und mit ihr umgehen zu lernen.

Kinder lieben Märchen – gerade auch deshalb, weil fast alle Märchen von Angst handeln, ohne sie direkt anzusprechen. Dass Angst zum Menschen gehört und den Menschen erst menschlich macht, wissen die Märchen von alters her und das drückt sich nicht nur in jenen Märchen aus, in denen einer auszieht, um das Fürchten zu lernen. Deshalb können wir mit einem Blick auf Märchen auch viel über Angst und Angstbewältigung verstehen.

Fast jedes Märchen handelt von etwas, das den Fortgang des Lebens bedroht oder jedenfalls Befindlichkeit und Ordnung durcheinander bringt – meistens dargestellt in der Ausgangssituation des Märchens -, und es zeigt, welcher Entwicklungsweg aus diesem Problem und der damit verbundenen Angst heraus – und in eine neue Lebenssituation hinein führen könnte. Genaueres können wir aber erst erfahren, wenn wir uns mit dem Märchenhelden/der Märchenheldin auf den Weg machen. Wir wissen alle, dass dieser Entwicklungsweg jeweils auch noch Umwege, Gefahren oder Scheitern in sich birgt. Das sind – jetzt übersetzt – Gefahren, die den uns anvertrauten Kindern auf ihren Entwicklungswegen genauso drohen, wie den Helden im Märchen. Sie betrachten den Helden im Märchen quasi als Modellfigur, der durch sein Verhalten eine Problemsituation aushält und den Weg. beschreitet, der nötig ist, um das Problem zu lösen und seine Angst zu bewältigen.

Die Märchen sagen unausgesprochen: „Fang einfach an, mach den ersten Schritt, alles andere wird sich weisen.“ Sie sagen weiter: „Trau dir was zu! Sei wahrnehmungsstark, höre auf deine Instinkte, auf die natürlichen Kräfte in dir und lass dich von ihnen führen. Bleibe offen für die Zeichen, die das Leben dir gibt.“ Und: „Bleibe dir und deinen Werten treu, dann kann dich nichts wirklich erschüttern.“

Wer also als Erwachsener die Botschaften der Märchen versteht, ist auch in der Lage, der kindlichen Angst hilfreicher Begleiter zu sein. Im Übrigen strahlen die Märchen immer Zuversicht aus und bleiben im Vertrauen fürs Leben. Und indem aus einem Prinzen oder einer Prinzessin ein König oder eine Königin wird, besiegelt das Märchen auch, dass sich hier ein unübersehbarer Entwicklungsschritt, persönliche Reifung vollzogen hat. „Am Ende wird alles gut,“ ist doch eine sehr tröstliche Botschaft und macht Mut, in den Zwischenräumen der Verzweiflung nicht aufzugeben, sondern dran zu bleiben.

Ängste wollen also erlebt und bestanden werden. Zum Bestehen der Angst gehört das Standhalten, aber ebenso der Mut zur Erprobung. Mit der Angst umgehen lernen, bedeutet, sich ihr zu stellen, ihr standzuhalten, sie zu fühlen, sie verstehen zu lernen, sie zu berücksichtigen und sie führen und besänftigen zu lernen.

Strategien der Angstbewältigung kennen und anwenden zu lernen, ist wiederum Teilaufgabe der emotionalen und sozialen Entwicklung jeden Kindes und jedes Menschen. Die Angst ist ein Gefühl von vielen Gefühlen, die es alle kennen zu lernen gilt. Wenn wir es uns erlauben, dass wir unsere Gefühle wahrnehmen und anerkennen, erfahren wir Grundlegendes über uns selbst. Wenn wir unseren Gefühlen einen Raum der wachen Aufmerksamkeit schenken, können wir erfahren, dass sich über die Gefühle innerlich erlebte Befindlichkeitszustände und damit verbundene (Entwicklungs-)Aufgaben ausdrücken.

Kinder bewältigen ihre Angst

Kinder bewältigen ihre Angst

Ängste entstehen immer und überall. Entwicklung und Reifung haben viel zu tun mit Angstüberwindung. Sind die Entwicklungsbewegungen zu groß, handelt es sich um regelrechte Anforderungssprünge, wird natürlich auch die Angst des Kindes größer. Angsterleben findet grundsätzlich seine individuelle Ausprägung bei jedem Kind. Es gibt im Hinblick auf Angst kein idealtypisches Durchschnittskind, das wir zum Maßstab für andere Kinder machen könnten.

Jedes Kind bringt sein eigenes Wesen, seinen eigenen Wesensklang mit auf diese Welt. Daran gebunden sind auch ganz individuelle Gefühlserlebnisbahnen, die mit keinem anderen Kind identisch sind und auch nicht miteinander verglichen werden sollten. Auch die Intensität ausgelöster Angsterregung kann sehr unterschiedlich sein und selbst wenn das Angstniveau ähnliche Angstspitzen erreicht, kann das je nach kindlicher Persönlichkeit wiederum ganz unterschiedlich in die Gesamtidentität eingeordnet werden. Wir als begleitende Erwachsene, die wir uns als Handlungsvorbild und als Gegenüber für die Angstbewältigung zur Verfügung stellen, sind die wichtigste „Didaktik“.

Gefühle gehören zur Grundausstattung des Menschen. Die Angst ist ein Gefühl von vielen Gefühlen. Angst zu empfinden ist wichtig, Angst macht uns wach für den Augenblick, weckt unsere Kräfte, schüttet Energie aus und macht uns stark. Angst ist Ausdruck dafür, dass sich unser Frühwarnsystem angeschaltet hat. Etwas bedroht uns oder fehlt uns, unser Organismus macht uns darauf aufmerksam. Angst kann sich nur verwandeln, wenn sie erkannt, angenommen und anerkannt wird. Damit dies gelingen kann, braucht die Angst Verständnis, Geduld und vor allen Dingen Zeit. Alle drei Güter sind in unserer Welt Luxusgüter, die als Ressourcen oft nicht vorhanden sind. Das führt dazu, dass Angst oft unterdrückt wird, anstatt als Anstoß, für sich zu sorgen, verstanden wird.

Die Dimension, die unsere Angstgefühle auslösen, hängt stark davon ab, wie wir eine Situation subjektiv im Kontext unserer vorhandenen Ressourcen beurteilen. Gut, wenn es uns gelingt, die wahrgenommene Bedrohung in eine Herausforderung umzudeuten.

Wenn wir uns der Angst öffnen, sie annehmen, hinhören, sie ernst nehmen und sie einbeziehen in das eigene Handeln, dann spricht die Angst in Bildern, sie wird vertraut, man lernt sie zu verstehen, kann auf sie eingehen (zunehmend besser), man lernt sie zu besänftigen, sie an die Hand zu nehmen. Die Angst wird nicht statisch, sie kommt und geht, sie bindet sich an auslösende Situationen und kann deshalb bewältigt werden.

Wenn wir die Angst verdrängen, verleugnen, verschieben, wegsperren, oder zu deckeln, dann verfestigen sich unsere Angstzustände. Es entsteht lähmende Angst, inflationierende Angst. Die Angst verselbständigt sich. Der Kontakt zur Angstursache geht eventuell verloren, es kommt zu Angstkrankheiten und zu Angststörungen. Wir bekommen Angst vor der Angst oder lassen uns von der Angst lähmen.

Kinder sind ihre Angst, Erwachsene haben Angst.

Darin drückt sich aus, dass der Erwachsene viele Erfahrungen mit Angst bewältigt hat und Strategien des Umgangs entwickelt hat, deshalb kann er meistens zu seiner Angst ein distanziertes und sachliches Verhältnis einnehmen und mit seiner Angst umgehen. Er kann sie vorläufig wegschließen, sie später wieder hervorholen, er kann ihr Mut zusprechen, er kann ihr auf den Grund gehen, er kann ihr einen Platz zuweisen usw.

Das Kind kann das alles noch nicht, es braucht ein Handlungsvorbild, das es in der Angst tröstet und hält, das zeigt, wie es geht, mit der Angst umzugehen, und es braucht den Erwachsenen, der ihm überhaupt erst einmal hilft, seine Angst zu versprachlichen und damit (be-)greifbar zu machen. Dazu muss der Erwachsene kindliche Bedürfnisse kennen. Kinder sprechen zu uns oft in Bildern, wenn sie von ihrer Angst sprechen. Wenn wir diese Bilder an der Realität messen, neigen wir oft dazu zu sagen, das gibt es doch gar nicht. Doch ihre Angstbilder haben in der Tiefe Auslöser, die es zu entdecken gilt.

Wahrnehmung unterschiedlicher Aspekte von kindlicher Angst

Wurzeln der Angst können sein:

  • situativ durch Bedrohung ausgelöste Ängste

Plötzlich ist die Mutter nicht mehr im Gesichtsfeld des Kindes und es fühlt sich verloren; ein größeres Kind macht ihm Angst und bedroht es;     die geliebte Erzieherin schimpft mit dem Kind und das Kind kann vor lauter Angst kaum standhalten, weil es das von zuhause nicht kennt usw.

  • entwicklungsbedingte Ängste

Entwicklung bedeutet immer Autonomiezugewinn, aber auch Angst davor, den nächsten anstehenden Schritt, die Entwicklungsherausforderung, nicht   zu schaffen. Das drücken Kinder in Bildern aus, in Angst vor Monstern, Angst vor Spinnen, Angst vor dem Gang auf die Toilette usw.

  • Angst, die sich aus Lebenssituationen ergibt

Die Geburt eines Geschwisterkindes, Trennung der Eltern, Start in der Kita oder in der Schule, oder auch so etwas wie der Corona Virus

  • erziehungsbedingte Ängste

Erziehungsverhalten der Eltern ist zu streng oder zu bedrohlich in der Grenzsetzung; keine Begrenzung zu setzen, alles zuzulassen, kann dem   Kind aber auch ein Gefühl von Verloren sein geben und ihm Angst machen.

  • Imitationsängste

Wenn die Eltern selbst ein leicht zu initiierendes und hohes Angsterregungsniveau haben, kann es sein, dass die Kinder sich die gleichen      Erlebnismuster „abschauen“ und die Eltern so instinktiv mit ihrem Verhalten imitieren..

  • menschheitsgeschichtlich bedingte Ängste

In der Tierwelt ist ein Junges ohne Herde oder ohne Tiermutter verloren, in der Menschenwelt ist das ähnlich; ein Kind reagiert unter   Umständen instinktiv aus solchen Überlebensängsten heraus beim Verlassen seiner Familie und muss erst erfahren, dass im Zusammenhang mit   Nachbarn, befreundeten Familien oder in der Kita, ja andere Menschen verantwortlich da sind und sich um es kümmern.

  • durch Erfahrung bedingte Ängste

Vielleicht hat das Kind schon einmal auf eine heiße Herdplatte gefasst oder es ist auf einer Mauer balanciert und herunter gefallen.   Vielleicht hat es deshalb vorläufig das Zutrauen in sich verloren und die jeweilige Situation mit vermeidender Angst aufgeladen.

  • Beziehungsstörungen erzeugen Angst

Ein Elternteil ist nicht verlässlich, wechselt zwischen Hass und überschüttender Liebe; ein Elternteil wird als nicht berechenbar   bzw. fremdartig erlebt wegen fortgesetztem Alkoholkonsum; ein Elternteil ist nicht erreichbar und ansprechbar, weil es sich vielleicht in einer depressiven Episode befindet. Das führt zu grundlegenden Beziehungsstörungen zwischen Eltern und Kind. Wacht ein Kind auf und niemand   ist da, kann das zu einer vorübergehenden Beziehungsstörung führen.

  • Körperbedingte Ängste

Ein Kind reagiert auf Alltagsspannungen mit Blasendruck und macht deshalb öfter in die Hose, es entwickelt Angst davor, dass sich das   wiederholt. Ein Kind besitzt disharmonische Körperkoordination und labiles Körperbewusstsein und meidet deshalb vielerlei Bewegungsspiele.

Wie können Eltern Ihren Kindern helfen?

Wodurch die Ängste Ihrer Kinder auch ausgelöst sein mögen, nehmen Sie sie ernst und helfen Sie Ihrem Kind bei der Bewältigung.

Sie werden überrascht sein, wie kreativ Kinder sind, wenn es darum geht, Lösungen und Rituale gegen die Angst zu finden. Die meisten Monster und Gespenster lassen sich spielerisch verjagen: durch Talismane, Glückssteine und andere Kraftspender, indem man sie malt oder im Puppen-/Rollenspiel darstellt und erlegt. Die gemeinen Ungeheuer zu malen, zu spielen und danach über sie zu reden, hilft fast immer, ihnen etwas von ihrer Bedrohlichkeit zu nehmen. Helfen Sie Ihrem Kind, die gebastelten oder ins Bild gebannten „Angstmacher“ zu vergraben, zerreißen oder in die Luft zu schicken, es gibt unzählige Möglichkeiten.

Wenn Ihr Kind Liebe, Geborgenheit und Sicherheit bei Ihnen erfährt, haben Sie ihm schon sehr geholfen. Stärken Sie sein Selbstbewusstsein, trauen sie ihm die Bewältigung zu, dann ist für viele Ängste gar kein Platz mehr.

Literatur:

  • Armbrust, Joachim (2013): Warum Kinder Ängste haben – Kinderängste verstehen und bewältigen helfen (1. Aufl. d. Neuausgabe). Freiburg
  • Armbrust, Joachim/Hasslinger, Jasmin (2012): Handbücher für die frühkindliche Bildung: Kinderängste bewältigen: Wie Erzieher/-innen Kinder stärken können (Neuauflage). Braunschweig.
  • Armbrust, Joachim/Hasslinger, Jasmin (2012): Ängste erleben – Ängste bestehen: Aktivitäten zur Angstbewältigung. Braunschweig.
  • Armbrust, Joachim  – Von einem, der auszog…  – Wie Kinder ihre Ängste im Märchen bewältigen; Thema Jugend – Zeitschrift für Jugendschutz und Erziehung; Ausgabe 3/2012 H 9851, Seite 13-15; Katholische Landes-arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen e.V.
  • Armbrust, Joachim – Die kindliche Angst im Alter von 0- 3 Jahren; Praxishandbuch Kinder unter 3, Ausgabe 12 / Juli 2014; Seite 1–18, unter: 1.5 Entwicklungspsychologie; Basiswissen – Umsetzung – Material; Christel Spitz-Güdden (Hrsg.); Olzog Verlag GmbH, München; ISBN 978-3-7892-3012-7
  • Ängste erleben – Ängste bestehen – Über die kindliche Angst; Online-Familienhandbuch

www.familienhandbuch.de/babys-kinder/erziehungsfragen/kinder-angst/Aengsteerleben.php

  • Armbrust, Joachim, Noll, Gudrun (2016): Besser leiten mit Vertrauen, Köln/Kronach
  • Rogge, J. U. (1999): Ängste machen Kinder stark. Reinbek.
  • Du Bois, R. (2007): Kinderängste: Erkennen, verstehen, helfen (4. Aufl.). München.

Was wir Ihnen und ihren Familien wünschen:

Dass Sie Freude, Verbundenheit und Fröhlichkeit miteinander erfahren können, dass Sie sich von dem Virus nach innen nicht zersetzen lassen, sondern im Vertrauen und auch im körperlichen Kontakt miteinander bleiben. Denn Nähe zu einem Menschen spendet Trost, schafft Verbundenheit und gibt Halt, ohne groß nachdenken zu müssen.

Wir wünschen Ihnen auch, dass es Raum und Hellhörigkeit gibt für die Themen, die rund um den Corona Virus auch für die Kinder entstehen. Dass Sie als Eltern geduldig zuhören, eigene Unsicherheit oder Nicht-Wissen auch eingestehen, aber auch Zuversicht ausstrahlen und Mut zusprechen.

Den Eltern wünschen wir, dass Sie nicht in Panik verfallen, sondern verantwortungsbewusst mit Risiken umgehen und Erhalt der familiären, tragenden Atmosphäre in den Mittelpunkt Ihres Seins stellen.

Für die Eltern ist es auch wichtig, daran zu denken, dass Kinder in geschlossenen Räumen ganz schnell unruhig und zappelig werden und auch ihr Kooperativ-Sein verlieren, je kleiner desto mehr…..

Sorgen Sie also dafür, dass die Kinder immer wieder genug „Auslauf“ haben.

Falls Sie im Homeoffice tätig sind, und die kleinen Kinder quengeln und sie bei der Arbeit „stören“, atmen Sie tief durch, halten Sie einen Moment inne, spüren Sie rein, wie lange und wie oft sich die Kinder schon anstrengt haben, Ihnen den Arbeitsraum zuzugestehen und machen Sie sich klar, dass hinter der „Störung“ nicht immer ein böser Wille stehen muss. Vertrauen Sie auch Ihrem Arbeitgeber, der möglicherweise auch Verständnis für Ihre Situation hat und beide Augen zudrückt…

Wenn man sich als Familie sehr auf die Pelle rückt und sehr viel Zeit auf engem Raum verbringt, dann ist es ganz normal, dass sich alle auch einmal „satt kriegen“.

Dann anerkennen Sie das bitte und nehmen Sie sich damit an, Sie wissen doch, sie Ihre Kinder trotzdem liebhaben.

Natürlich dürfen Sie die Kinder auch einmal auf sich selbst zurückweisen und verlangen, dass sie jetzt mal für sich zur Ruhe kommen, indem sie für sich etwas tun.

Dabei gilt, je größer, desto eher…..

Manchmal muss die Beschäftigung mit sich selbst auch eingeführt und initiiert werden, vielleicht auch eine Auswahl an Möglichkeiten angeboten werden, das hilft beim Hineinfinden.

Eine besondere Herausforderung eröffnet sich für die Schulkinder. Sie brauchen immer wieder Ihr stützendes Geländer, das zurück zur Aufgabe holt, aber auch Spiel- und Pausenraum lässt, wenn das Kind an seine Belastungsgrenze kommt.

Unterstützen Sie Ihre Kinder dabei, dass Sie ein Gefühl für die richtigen „Lernportionen“ entwickeln, in denen sie gut vorankommen, ohne sich zu überfordern und ohne sich unzulänglich zu fühlen.

Vielleicht muss doch zwischendrin mal gespielt werden oder Fahrrad gefahren werden etc…..

Kinder reagieren sehr stark auf erlebte „Bilder“, zum Beispiel wenn jemand mit Maske an sie herantritt oder sie verärgert auf Distanz hält etc….

Greifen Sie diese Eindrücke mit den Kindern auf und sprechen Sie das mit Ihnen, helfen Sie Ihnen dabei, es relativieren zu können und einordnen zu können, dass sie sich nicht persönlich verletzt fühlen müssen oder gar geschockt aus so einem Erlebnis herausgehen.

Singen macht frei und ausgelassen, verbindet und stärkt……

Auch Ängsten und Alltagsstress kann mit Singen begegnet werden.

Singen ist, wie aktuelle Studien belegen, ähnlich gesund wie regelmäßiger Sport. Denn es ist mehr als nur eine bloße Stimmbandaktion, sondern eine Aktivität, die den ganzen Körper einschließt. Lunge, Herz, Zwerchfell, ja sogar die Bauchdecken-, Bein- und Gesäßmuskulatur sind daran beteiligt, mit entsprechend positiven Effekten auf Herz und Kreislauf. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Organe, kombiniert mit dem musikalischen Sich-Gehen-Lassen und dem Gefühl, aus eigener Kraft kreativ etwas in die Welt einbringen zu können, hilft außerdem dabei, psychische Spannungen abzubauen.

Faszinierend ist, dass Musik und Singen in kaum vergleichbarer Weise unser vegetatives Nervensystem harmonisieren können. Aktive musikalische Gestaltung wirkt direkt über das limbische System, den Hypothalamus und den Hirnstamm auf das vegetative Nervensystem in guter ordnender Weise ein.

Im Besonderen wurde nachgewiesen, dass Mantren-Singen oder das Singen heilsamer Lieder gesundheitsförderlich sind.

Durch Untersuchungen mit Biofeedback wurde nachgewiesen, dass das Herz hoch sensibel signalisiert, wenn es uns gelingt, der Seele wieder „Flügel zu verleihen“. Und Stress abzubauen. Dabei können auch z.B. vertraute Wiegenlieder einen Dienst leisten.

Anders ausgedrückt: Singen ist eine Art von Stressbewältigung, ähnlich wie Autogenes Training. Der Münsteraner Musikpsychologe Karl Adamek hat diesen Effekt in mehreren Studien und Therapieeinheiten beobachten können. Sein Resümee: „Durch Singen bewältigen viele Menschen Angst, Trauer und Stress.“ Wer singt, hat also deutlich bessere Chancen auf psychisches Wohlbefinden.

Singen hebt das Energielevel im wachsamen und achtsamen Sinne. Nebenbei schützt ein höheres Energielevel auch vor Krankheit und Ansteckung, macht uns also in gewisser Weise etwas mehr „immun“.

Verdrängte Gefühle oder aufgestaute Gefühle wie z.B. Wut, Angst, Verzweiflung, Orientierungslosigkeit können zu körperlichen Verspannungen führen und damit zu verflachter Atmung. Bei chronischen Gefühlsbelastungen werden die überfordernden Gefühle oft eingefroren statt ausgedrückt und kommuniziert.

Entspanntes Singen kann die erhöhte Muskelanspannung, die das Atmen beeinträchtigt wieder ins Fließen bringen und den Atem harmonisieren.

Wir alle wissen, wer sich entspannt und glücklich fühlt kann nicht gleichzeitig Angst haben…

Das sagt uns auch das chinesische Sprichwort: „Angst klopft an, Vertrauen macht auf, keiner ist da.“

Adamek betrachtet den Gesang deshalb durchaus als Möglichkeit, mit schweren psychischen Wunden aus der Kindheit klar zu kommen. Hilfreich seien dabei vor allem die „Come-together-songs“ aus den verschiedenen Kulturen, also nicht das einsame Solo in der Oper, sondern das gemeinschaftliche Intonieren im Chor.  „Wenn wir auf diese Weise singen“, so Adamek, „können wir erleben, wie aus der Wunde das Wunder wird.“

Darüber hinaus zeigt Singen aber auch konkrete körperliche Effekte. So fand das „Stockholmer National-Institut für Gesundheit und psychosoziale Faktoren“ bei Berufssängern eine Herzmuskelleistung, die man sonst von Dauerläufern gewohnt ist. Amateursänger zeigten hingegen in erster Linie Hormonveränderungen. Bei ihnen wurden während und nach den Gesangsproben vermehrt entzündungshemmende Stoffe ausgeschüttet, sowie eine Substanz namens Oxytocin. Dieses Hormon wird sonst bei Frauen während der Schwangerschaft ausgeschüttet, um das Mutterschaftsverhalten auszulösen – und es wird beim Sex aktiviert, um für eine angenehme Mischung aus Euphorie und Beruhigung zu sorgen. Weswegen denn auch einige Wissenschaftler Oxytocin als „Kuschelhormon“ bezeichnen, und möglicherweise ist es einer der Gründe dafür, dass es in Chören nicht nur musikalisch so harmonisch zugeht.

Eine aktuelle Studie der Universität Frankfurt belegt schließlich, dass Singen auch das Immunsystem mobilisiert. Die Wissenschaftler untersuchten die Immunparameter eines Laienchors, der sich am Requiem von Mozart versuchte. Die Sänger zeigten nach ihrer Probe deutlich verbesserte Immunparameter, wie etwa ein Anstieg der Immunoglobuline im Speichel, was für eine verbesserte Abwehrleistung gegenüber grippalen Infekten steht. Interessant: Beim Anhören von Musik zeigten die Chormitglieder kaum Veränderungen in ihrer Immunleistung. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass aktives Singen das Immunsystem trainiert, nicht aber das passive Hören von Musik. Wer also im Chor aktiv ist, bekommt seltener einen Schnupfen. Wer dagegen seine Musikalität passiv vor dem CD-Player auslebt, übersteht ein nasses Wetter wohl kaum beschwerdefrei.

Fazit: Singen hilft uns dabei, unser seelisches Gleichgewicht zu stabilisieren und wiederzufinden. Wir alle haben es schon vielfach erfahren, wie sehr eine solche gesellschaftliche Krise, ausgelöst durch eine Pandemie, unser inneres Gleichgewicht stören und unsere Befinden aufwühlen kann. Immer wieder werden wir deshalb gezwungen, unsere gefühlsbedingten Reaktionen auf sich verändernde Lebensbedingungen (oder neue Regeln bzw. neue, politische Entscheidungen, die uns betreffen) neu auszubalancieren und zu regulieren. Beim Singen können wir das gemeinsam bewirken und uns gegenseitig „schenken“.

Es lohnt sich also, das Singen in der Familie wiederzubeleben oder neu einzuführen und zu ritualisieren zum Wohlbefinden aller.

Anbei schicken wir Ihnen zwei  Liedtexte, die Sie, von uns gesungen, auf Wunsch über die WhatsApp unter der Handy-Nummer 016091719672 zugeschickt bekommen können.

Herzliche Grüße

Sandra Rose & Joachim Armbrust

„Dich schickt der Himmel,

du bist ein Geschenk,

mein Herz sagt danke, 

wenn ich an dich denk.

(Dich kann ersetzt werden durch: uns, wir, unser, mich, ich mein)

„An dem Ort angekommen, wo die Angst mich nicht besiegt,

wo ich die Sicherheiten spüre, die ich brauch zum nächsten Schritt,

an dem Ort angekommen, wo ich mich nicht verlier,

um wieder zu erfahren, dieser Ort, er ist in mir.“

(ich kann ersetzt werden durch: du und dich oder wir und uns)

Ich wünsch dir tiefen Frieden am Ende deines Tages,

dass dein Herz dankbar zurückschaut auf all dein Tun und Sein

Kontakt zu den Autoren unter:

Joachim Armbrust & Sandra Rose

Praxis für Psychotherapie, Paartherapie, Supervision, Coaching, Mediation und Prozessgestaltung

Altes Schulhaus in Geislingen a.K.

Lindenweg 12

74542 Braunsbach-Geislingen

Tel.: 07906/9417774

Handy: 016091719672

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E-Mail: joachim.armbrust@t-online.de

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