In Bär, Frosch und Tiger verwandelt zeigen sich im Katholischen St. Anna Kindergarten in Offenau jetzt riesige Holzlöffel, die die Projektgruppe „Kirche auf der BUGA2019“ für die Aktion „Her mit dem Löffel!“ zur Verfügung gestellt hatte. Marienkäfer, Regenbogen mit Blume und – wie sollte es gerade anders sein – Fußball sind die Motive, die sich die Kinder im Heilbronner Au-Kindergarten für die Aktion ausgesucht haben.

Rund sechzig Kindergärten mit über einhundert Gruppen waren von der Aktion so begeistert, dass sie sich entschlossen, mitzumachen. Auch Offenau. „Wir fanden die Idee toll, dass wir gleich drei Löffel bestellt haben“, blickt Erzieherin Ramona Schropp vom St. Anna Kindergarten zurück. Und da der Kindergarten drei Gruppen hat, waren schnell die Motive für die rund zwei Meter langen Löffel gefunden: Tiger, Bär und Frosch – die Symboltiere der einzelnen Gruppen. Doch mit dem Bemalen der Löffel ließ man es nicht bewenden, sondern baute einen schönen und lehrreichen Rahmen für die Kinder darum herum: Es wurden Bücher gelesen und daraus erarbeitet, was diese Tiere gerne essen – eben das Motiv der Kirche auf der BUGA „Leben schmecken“ aus der Sicht der Vierbeiner. Und deshalb wurden nicht nur die Löffel mit viel Spaß bemalt, sondern auch die entsprechenden Leckereien für die drei Tiere dazu gehängt: Honig für den Bären, Fliegen für den Frosch und eine Fleischkeule für den Tiger. Demnächst werben diese hölzernen Skulpturen auf einer Rasenfläche vor dem Rathaus für das ökumenische Projekt „Leben schmecken“ der Kirche auf der Bundesgartenschau in Heilbronn.

 

Gleich das Fernsehen schaute den Kindern des Evangelischen Au-Kindergartens beim Gestalten eines Holzlöffels über die Schulter. Das Thema Ernährung ist ein Schwerpunktthema im Au-Kindergarten, informiert die Kita-Leiterin Petra Härle. Da passte die Holzlöffel-Aktion „Leben schmecken“ wunderbar dazu. Das Thema wurde auch hier umfassend mit den einzelnen Gruppen besprochen – und zwangsläufig wurde dabei klar, dass „Leben schmecken“ über die Ernährung hinausgeht. Mit großem Elan machten sich die Gruppen daran, für sich Themen zu finden und Skizzen zu zeichnen. Umgesetzt wurde bei den Kleinsten ein Marienkäfer – das Symboltier der Gruppe -, die Jüngeren wählten Motive aus der Natur, wie Blüten und einen bunten Regenbogen. Die Vorschulkinder wurden wohl von der Fußball-Weltmeisterschaft inspiriert und entschieden sich für verschiedene Motive aus dem Fußball: Eine Spielerin, ein Spieler, einen Ball sowie das Tornetz – und dies auf einem grünen Löffel, der zudem mit Blüten verziert wurde. Aufgestellt werden die Löffel in der Kita – denn man möchte über die Aktion das Themaweiter verfolgen. Angedacht ist zum Beispiel auch im kommenden Jahr ein Besuch auf der BUGA, gemeinsam mit den Eltern.

„Her mit dem Löffel!“  führt auf das kirchliche  BUGA-Projekt „Leben schmecken“ hin. Zur Verfügung gestellt wurden den teilnehmenden Kindereinrichtungen rund zwei Meter große Holzlöffel, die gemeinsam kreativ gestaltet und jetzt öffentlichkeitswirksam aufgestellt werden. Dabei geht es nicht nur um die Gestaltung, vielmehr sollen sich die Kinder dabei auch mit den Themen Schöpfung und Ernährung auseinandersetzen. Die Einladung, sich daran zu beteiligen, ging an die Kindertageseinrichtungen in den evangelischen Kirchenbezirken Heilbronn, Weinsberg, Neuenstadt und Brackenheim sowie im katholischen Dekanat Heilbronn-Neckarsulm.

Wenn sich am 17. April 2019 die Tore für die Besucher der BUGA öffnen, wird in den folgen 173 Tagen auch die Kirche mit einem ambitionierten und interessanten Programm auf einem rund eintausend Quadratmeter großen Areal im sogenannten „Inzwischenland“ präsent sein. Zum geplanten Programm unter dem Motto „Leben schmecken“ gehören Gottesdienste, Andachten, Musik- und Kulturveranstaltungen und  Mitmach-Aktionen zu den Themen Schöpfung und Ernährung. Nähere Informationen zum Projekt „Kirche auf der BUGA“ finden Interessierte im Internet unter www.kirche-buga2019.de. Wer sich aktiv beteiligen möchte, findet herzu auch noch die Möglichkeit. Wie sich Ehrenamtliche einbringen können,  darüber wird bei einem Treffen am 7. Juli im Hans-Rieser-Haus in Heilbronn informiert.