Leuchtturm Neonatologie –
Große Hilfe für unsere Kleinsten

Ein paar Tage zuvor war sie noch bei der Untersuchung. Alles war normal, dem Kind in ihrem Bauch ging es gut. Anna Lipinska war erleichtert, denn sie hatte bereits zwei Kinder während der Schwangerschaft verloren. Dann bekam sie plötzlich Bauchschmerzen, musste in die Klinik. Am 23. Juli 2016 kam ihr Sohn Gabriel zur Welt – mit 460 Gramm und 17 Wochen zu früh. „Ich dachte, dass ich auch dieses Kind verlieren werde“, sagt sie. Doch die Ärzte und Pflegekräfte der SLK-Kinderklinik in Heilbronn taten alles, um Gabriel bestmöglich zu versorgen – medizinisch und menschlich. „Meine Mutter kam nach der Geburt aus Polen zu Besuch. Sie sagte, die Mitarbeiter hier seien Engel“, erinnert sich Lipinska.

Rund 70 Kinder mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1500 Gramm werden pro Jahr in der Heilbronner Kinderklinik behandelt. Insgesamt werden rund 1.000 Neugeborene pro Jahr versorgt – sei es aufgrund von Frühgeburtlichkeit, Fehlbildungen oder Krankheiten. Da die Zahl der Behandlungen steigt und sich die Medizin immer weiter entwickelt, reichen die Kapazitäten der neonatologischen Station und der Kinderintensivstation in der Kinderklinik nicht mehr aus. Seit Januar entsteht ein Anbau, durch den dieZahl der Betten von 36 auf 49 steigen und sich die Fläche der beiden Stationen auf rund 3420 Quadratmeter verdoppeln wird. Platz, der dringend benötigt wird. Zurzeit stehen drei bis vier Bettchen in jedem Zimmer, bald werden es nur noch zwei Betten pro Zimmer sein. „Dadurch haben die Neugeborenen mehr Ruhe, was sehr wichtig in dieser Entwicklungsphase ist“, erklärt Professor Peter Ruef, Direktor der SLK-Kinderklinik. „Noch wichtiger ist aber, dass die Eltern mehr Raum und Privatsphäre haben werden, um Zeit mit ihrem Kind zu verbringen. Die Forschung belegt, dass ein enger Hautkontakt zu den Eltern die Abwehrkräfte des Babys stärkt und die Entwicklung fördert.“ In den SLK-Kliniken wird die so genannte Kängurumethode dafür angewendet, was in den beengten Räumen oft schwierig ist. Diese Erfahrung hat auch Anna Lipinska gemacht. Monatelang lag ihr Gabriel im Klinikum, die Mutter
verbrachte unzählige Stunden auf einem Stuhl an seinem Bett. Manchmal mit vier, fünf oder sechs anderen Elternteilen in einem Raum. Deswegen freut sie sich für alle Betroffenen, dass sich die Situation künftig ändern Leuchtturm Neonatologie – Große Hilfe für unsere Kleinsten wird und Elternbetten neben den Inkubatoren geplant sind. Während die Baukosten für die Erweiterung vom Land Baden-Württemberg sowie der Stadt und dem Landkreis Heilbronn getragen wird, gibt es für die Ausstattung keine Fördermittel. Unter dem Motto „Große Hilfe für unsere Kleinsten“ sammelt die Stiftung „Große Hilfe für kleine Helden“ daher zusammen mit dem Medienpartner Heilbronner Stimme aktuell
Spenden für die Innenausstattung und hochmoderne medizinische Geräte. Das Spendenziel sind 700.000 Euro, von denen unter anderem die Einrichtung von Patienten- und Elternzimmern
und besonders schonende Beatmungsgeräte finanziert werden. Gabriel hat sich dank der intensiven
Versorgung bisher gut entwickelt. Er muss längst nicht mehr beatmet werden und wiegt inzwischen fast sechs Kilo. „Die Physiotherapeutin ist mit seinen Fortschritten sehr zufrieden“,
ist Mutter Anna Lipinska glücklich.

Info zum aktuellen Spendenprojekt:

„Leuchtturm Neonatologie – Große Hilfe für unsere Kleinsten“ heißt das aktuelle Spendenprojekt, für das die Stiftung „Große Hilfe für kleine Helden“ zusammen mit ihrem langjährigen
Medienpartner, der „Heilbronner Stimme“, in der Region um Unterstützung bittet. Damit den jährlich rund 800 Frühgeborenen und behandlungsbedürftigen Neugeborenen mit ihren Eltern eine modernere und familienintegrierte Betreuung an der SLK-Kinderklinik ermöglicht werden kann, werden viele Spenden benötigt!