Der Ökologische Ärztebund e.V. hat sich im vergangen Jahr ausgiebig mit dem Thema Kindergesundheit und Umwelt beschäftigt und einen Ärztebrief dazu herausgegeben. Nachfolgend ein Auszug daraus.

Verunreinigung und Gefährdung durch Wasser

Hier sind vor allem die Einflüsse durch Landwirtschaft und Kläranlagen aller Verursacher mit verantwortlich für die Belastung des Grundwassers und der Meere durch Einträge aus Medikamentenresten, Pestizide der Landwirtschaft wie auch chemischen Zusätzen vieler Haushalts- und Bauprodukte.

Gefährdung durch Bodenverunreinigungen

Kinder spielen in Bodennähe und sind aufgrund der Körpergröße deutlich näher am Boden. Viele Ablage-

rungen und Kontaminationen befinden sich auf dem Boden und können daher leichter eingeatmet und aufgenommen werden.

Gefährdung durch Luftverunreinigungen

Die Luft ist mit vielen toxischen Stoffen und Feinstäuben belastet. Durch das sich erst zu entwickelnde Immunsystem sind hier Kinder deutlich stärker gefährdet als Erwachsene. Besonders wichtig dabei sind Kinderwagen und Gehsteige, auf welchen Auspuffgase unmittelbar in „Nasenhöhe“ ankommen können.

Gefährdung durch Strahlung

Neben der Belastung durch Energieversorgung wie auch mobiler Technologien, außerhalb und vor allem in privater Umgebung sind Einflüsse besonderer Art. Dabei ist von ganz besonderer Bedeutung die körpernahe Dauerbelastung durch Smartphones, TabletPCs, W-LAN und DECT-Telefone. Auch radioaktive Strahlung ist ein brisantes Thema, dieses vor allem auch in häuslicher Umgebung, teilweise alte Sammelstücke aber auch Baustoffe können auffällig sein.

Gefährdung durch psychosoziale Veränderungen

Die soziale Welt ist im Umbruch. Viele elektronische Geräte und Spiele ersetzen mehr und mehr den Kontakt zur lebendigen Umwelt. Fachleute sprechen bereits von einem Natur-Defizit-Syndrom (NDS), welches neben dem allgemein bekannten ADHS zusätzlich zur Belastung werden kann.

Gefährdung durch falsche Ernährung

Die Ernährung mit natürlichen, un-

veränderten Produkten heimischer Herkunft wird mehr und mehr durch industriell gefertigte Produkte verdrängt.

Gefährdung durch Lärm

Maximale Lautstärken technischen Ursprungs, diese vielfach wieder in unmittelbarer Nähe mit Kopfhörern vermittelt, können das Gehör nachhaltig schädigen. Dies ist ein grundsätzliches und wichtiges Thema.

Ihr Baubiologe Paul Layher

Infos: www.baubiologie-layher.de