Wovon hängt denn die Gesundheit unserer Kinder ab?

Was hilft ihnen, gesund durch den Winter zu kommen? Richtig, diese Frage stellt sich vor demFrühling. Der Winter hat lange auf sich warten lassen, es war warm und das Klima nicht allzu anstrengend. Aus naturheilkundlicher Sicht gibt es einige grundlegende Voraussetzungen für Gesundheit, eigentlich kennen wir sie alle: Gesunde Ernährung, genug Schlaf, täglich frische Luft und viel Bewegung, einen regelmäßigen Tages- oder Lebensrhytmus, ein möglichst harmonisches Familienleben und selbstredend psychosoziale Geborgenheit. Das liest sich schon mal sehr idealistisch. Einige Faktoren können nur aus der Familie, aus der Gesellschaft heraus entstehen und garantiert werden. Mit diesem Artikel beschränke ich mich auf zwei wichtige Aspekte:

Gesunde Ernährung und Bewegung

Gesunde Nahrung: In den letzten Jahren haben sich Trends entwickelt, die für Kinder nicht gesund genug sind. Vegane Ernährung ist in erster Linie aus der Erkenntnis über die schreckliche Massentierhaltung und untragbare Umweltbelastung hervor gegangen, birgt aber ernährungsphysiologisch für Kinder einige Risiken. Jeder Erwachsene hat heute die Freiheit, sich so zu ernähren, wie er möchte. Kinder bekommen vorgelebt, was ihre Eltern tun. Die Entscheidung oder der Trend zur rein veganen Ernährung sollte neueste Erkenntnisse aus den Genetik nicht ignorieren. Unsere evolutionäre Entwicklung ist definitiv nicht so schnell fortgeschritten wie unsere globale. Unser Verdauungssystem befindet sich noch immer auf dem Stand von vor ca. 20‘000 Jahren! Es gab noch keinen Getreide-Ackerbau, kein Brot, nur wilde Getreidesamen, Wildrüchte und -gemüse, Samen, Nüsse, Fleisch, Fisch, Eier. Öle gab es noch nicht, teilweise war schon Milch von Ziegen, Schafen, Kamelen, Yaks auf dem Speiseplan, je nach Kontinent. Damit kamen wir schon sehr weit. Die meisten zivilisatorisch bedingten Stoffwechselerkrankungen sind auf die Diskrepanz zwischen einem zu üppigen Nahrungsangebot und einer langsamen genetischen Anpassung an heutige Bedingungen zurückzuführen.

Aber eine vegane Ernährung wird bei Kindern ohne Zweifel mittelfristig zu Mangelerscheinungen führen, wenn nicht bestimmte Komponenten zugeführt werden, hier sind besonders die lebensnotwendigen Cholesterine und einige Eiweiss-Fett-Verbindungen zu erwähnen als unentbehrlicher Baustein für jede Zellwand und für viele Hormone. Erwähnenswert ist auch die Vitamin D- Prophylaxe imWinter. Gesunde Ernährung sollte sehr regelmässig, abwechslungsreich, bunt, fleischarm, aber vor allem ohne Wurst (zu salzig, zu fett), dafür regelmäßig mit Eiern bereichert werden. Getreide, Brote und Eier sollten unbedingt Bio-Qualität haben, die Spritzmittelrückstände in den Getreidehüllen sind bedenklich. Ganz wichtig: ihr Kind muss unbedingt frühstücken lernen, damit der Organismus (zwischen 7-9 Uhr ist Magen-Zeit) lernt, die Nahrung optimal aufzunehmen und die Nahrungsenergie gut zu verteilen, Süßigkeiten zum Frühstück schwächen die Magen-Energie für den ganzenTag.

Bewegung in freier Natur und frische Luft

 

Denken Sie an ihre eigene Kindheit – jeden Tag, wenn es nicht gerade regnet, draußen spielen, spazieren gehen, mit anderen Kindern zusammen die Welt entdecken. Mir fällt auf, dass viele Eltern ihre Kinder im Winter nicht mehr an die frische Luft bringen. Wie wichtig das im Winter spärliche Licht wäre und wie sehr das Immunsystem sich der Jahreszeit anpassen sollte, kann nicht oft genug betont werden. Ohne ausreichende Bewegung kann der kindliche Körper die Nahrungsessenzen, also das Beste, was sein Organismus aus der Nahrung gewinnt, nicht umsetzen, weder körperlich noch geistig. Im Winter regeneriert der Körper, es soll mehr Ruhezeit sein, aber nichtweniger Bewegung. Nur der Druck auf die Leistung der Kinder sollte wohl dosiert bzw. reduziert werden, ein ruhiger, rhytmischer Alltag entspannt die Kinder am Allerbesten. Für Kinder mit Pollenallergie bedeutet der nahende Frühling leider nicht nur Freude. Schon Ende Januar beginnen je nach Witterung die ersten Beschwerden. Je früher die naturheilkundliche Behandlung mit klassischer Homöopathie,Laser- Akupunktur (ohne Nadeln) und eine differenzierte Darmsanierung beginnt, desto besser. Idealerweise beginnt die Behandlung bereits Ende des Herbstes in der pollenfreien Zeit, spätestens vor dem Beginn der allergischen Reaktionen. Jedes sechste Kind im deutschsprachigen Raum ist von mindestens einer allergischen Erkrankung betroffen, laut ärztlicher Diagnose an Heuschnupfen, Neurodermitis oderAsthma.

 

Infos: Vera Gotsch-Rüdt Heilpraktkerin, Klassische Homöopathie, SHZ-zertifiziert Traditionell chinesische Medizin, Akupunktur, Ernährungsberatung, Praxis fürNaturheilkunde Obere Geisbergstr.20 74821Mosbach Tel. 06261/670088/0173-3176411 e-mail:vera.gotsch-ruedt@t-online.de