Kaum ein anderes Objekt besitzt in unserer Vorstellung eine derart wichtige Funktion als Lebens- und Schicksalsbegleiter wie der Baum. Die Heilbronner Bürgerstiftung möchte mit der Aktion „Heilbronner Lebensbaum“, die vom Grünflächenamt der Stadt Heilbronn unterstützt wird, dazu beitragen, dass junge Menschen, die ihre Wurzeln in Heilbronn haben, sich ihr Leben lang mit ihrer Heimatstadt verbunden fühlen. Eltern, Großeltern, Paten, Verwandte oder Freunde können einem in Heilbronn neugeborenen Kind, im ersten Jahr der Aktion bis zu einem sechs Jahre alten Kind, einen Lebensbaum schenken. Es gibt zwei Pflanzaktionen pro Jahr, erstmals am Freitag, 7. April, eine zweite dann im Herbst. Die Lebensbaumwiese der Heilbronner Bürgerstiftung stellt die Stadt zur Verfügung, sie befindet sich zwischen dem Wohngebiet Badener Hof und dem Köpfertal.
Dass zur Geburt eines Kindes oft ein Baum gepflanzt wird, gehört zu den unzähligen Traditionen um die Ankunft eines neuen Erdenbürgers und hat einen ganz besonderen Grund: Der Baum als Sinnbild des Lebens steht für Fruchtbarkeit, Gedeihen und Wachstum. Als symbolischer Lebensbaum für das Neugeborene wächst dieser gemeinsam mit dem Kind heran. So sollen Obstbäume idealerweise dann das erste Mal Früchte tragen, wenn der Nachwuchs eingeschult wird.
„Vor 65 Jahren wurde in Deutschland zum ersten Mal am 25. April der Tag des Baumes gefeiert, der 1951 auf Beschluss der Vereinten Nationen zum internationalen Feiertag erklärt worden war. Seitdem werden als symbolischer Akt am 25. April jedes Jahres überall auf der Welt Bäume gepflanzt“, erinnert Angelika Biesdorf, Vorstandsmitglied bei der Heilbronner Bürgerstiftung und zuständig für dieses Projekt.
Die Pflanzaktionen finden unter Mitwirkung und Anleitung des Heilbronner Grünflächenamts statt. Nach alter Tradition wird bei Geburt eines Mädchens ein Birnenbaum gepflanzt und bei einem Jungen ein Apfelbaum. Davon weichen die Initiatoren der Aktion Lebensbaum bewusst ab: Aus einer Liste von rund 40 Obstbaumsorten kann der Lebensbaum individuell ausgewählt werden.
Jedes Bäumchen bekommt eine Plakette mit dem Namen und dem Geburtsdatum des Kindes sowie der Obstsorte. Das Kind selbst bekommt eine Widmungsurkunde. Das Obst des jeweiligen Kinderbäumchens kann von den Familien in jedem Jahr geerntet werden. „Wir sind sehr dankbar, dass das Grünflächenamt der Stadt Heilbronn bei der Pflege des Bäumchens und der jährlichen Obsternte unsere Aktion tatkräftig und nachhaltig unterstützt“, betont Angelika Biesdorf.
Wer sich an der „Aktion Lebensbaum“ beteiligen möchte, findet hierzu einen Flyer in den Unterlagen, die bei der Geburt eines Kindes in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum am Gesundbrunnen an die Eltern übergeben werden. Man kann diesen Flyer aber auch über info@heilbronner-buergerstiftung.de anfordern oder direkt auf der Homepage der Heilbronner Bürgerstiftung www.heilbronner-buergerstiftung.de ausfüllen. Anmeldungen für die erste Pflanzung müssen bis 20. März vorliegen.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 300 Euro je Baum. Die Bürgerstiftung freut sich über Spenden zur Unterstützung der Aktion.
März 2017