Bunt und vielfältig – das Programm der Burgfestspiele Jagsthausen 2020

Erste Spielzeit von Eva Hosemann als neue künstlerische Leiterin

Eine spannende und abwechslungsreiche Mischung aus Musical, Schauspiel sowie Kinder- und Familientheater erwartet den Besucher der Burgfestspiele auch in der 71. Spielzeit, die am 6. Juni 2020 eröffnet wird. Wie in den Vorjahren wird auch in den Wintermonaten im Gewölbe der Götzenburg ein vielfältiges Programm geboten, das in der kommenden Spielzeit umfangreicher sein wird. Eine weitere Neuheit ist – neben der Götzenburg werden im Sommer 2020 auch erstmals die Jakobuskirche Jagsthausen sowie die Klosterkirche Schöntal als Spielstätte für ein ganz besonderes Gastspielprogramm eingesetzt. Über 70 Aufführungs-Termine in Gewölbe, Burghof und Kirche umfassen den neuen Spielplan. Der Vorverkauf für die Spielzeit 2020 startet am Montag, 7. Oktober um 8.00 Uhr.

Musicals sind seit 1990 fester Bestandteil der Spielplangestaltung der Burgfestspiele und aus dieser nicht mehr wegzudenken. Daher wird es auch in der 71. Spielzeit ein Musical auf der Burghofbühne geben. Hier befinden sich die Burgfestspiele aktuell noch in letzten Gesprächen mit der Autorin in London. 

Auch im 71. Jahr der Burgfestspiele darf das Traditionsstück „Götz von Berlichingen“ im Spielplan nicht fehlen. Auch im kommenden Sommer wird es eine Neuinszenierung um den Ritter mit der eisernen Hand geben. Dieses Stück um Freiheit und Gerechtigkeit hat am Freitag, 19. Juni 2020, Premiere im Burghof. Eva Hosemann konnte hier in ihrer ersten Spielzeit als künstlerische Leiterin einen Regisseur verpflichten, der mit der Region bestens vertraut ist und auch die Burgfestspiele Jagsthausen seit Jahren kennt. Christoph Biermeier, ehemaliger Intendant der Freilichtspiele Schwäbisch Hall wird „Götz von Berlichingen“ im Sommer 2020 inszenieren.

Nach dem Erfolg des schwäbischen Humorformats „LAIBLE UND FRISCH – URLAUBREIF“ findet sich auch im Spielplan 2020 wieder eine weltbekannte Kultkomödie, die von Monika Hirschle eigens für die Burgfestspiele ins Schwäbische übertragen wird: „LADIES NIGHT – Ganz oder gar nicht“ (von Stephen Sinclair und Anthony McCarten / Deutsch von Annette und Knut Lehmann). Die englische Kultkomödie, transferiert in die schwäbische Gegenwart feiert Premiere am Freitag 26. Juni 2020 im Burghof der Götzenburg. Arbeitslose junge Männer beschließen, sich als Stripteasetänzer zu versuchen. Was mehr oder weniger als Spaß beginnt, wird bald harte Arbeit. Nach anfänglich tollpatschigen Versuchen nehmen sie Unterricht bei einem weiblichen Revuestar und perfektionieren ihre Show. Die jungen Burschen entsprechen vollkommen den weiblichen Zuschauererwartungen und werden erfolgreich…

Auch für die kleinen Gäste gibt es in der kommenden Spielzeit wieder ein umfangreiches Programm. Mit „Alice im Wunderland“ (von Lewis Carroll / Fassung: Catja Baumann) setzen die Burgfestspiele weiterhin auf Klassiker der Kinderbuchliteratur. Alice ist ein etwa zehnjähriges Mädchen, das sich über ein sprechendes weißes Kaninchen wundert, das auch noch eine Uhr bei sich hat. Neugierig folgt sie dem Tier in dessen Bau und gerät in ein unterirdisches Wunderland. Einmal wächst Alice bis weit über die Baumkronen hinaus. Auf die Größe eines Pilzes geschrumpft, erlebt Alice mit Fabeltieren und Spielkarten ein Abenteuer nach dem anderen… Groß und Klein ab 5 Jahren tauchen ab Samstag, 13. Juni 2020 zusammen mit Alice ins Wunderland ein.

 „Die dumme Augustine“, nach dem Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler wird für Kinder ab 3 Jahren parallel zu „Alice im Wunderland“ im Gewölbe der Götzenburg gespielt. Die Premiere findet ebenfalls am Samstag, 13. Juni 2020 statt. Tagein tagaus muss die dumme Augustine den Haushalt führen und sich um die Kinder kümmern. Sie träumt davon, auch einmal im Zirkus aufzutreten so wie ihr Mann, der dumme August. Eines Tages muss ihr Mann zum Zahnarzt und der Zirkusdirektor braucht eine Vertretung. Augustine nutzt ihre Chance und springt ein. Kann sie das Publikum genauso zum Lachen bringen?

Den künstlerischen Rahmen schließen zwei Gastspiele der Schauspielbühnen Stuttgart. „Judas“ von Lot Vekemans mit Jörg Pauly als „Judas“ wird in der Jakobuskirche Jagsthausen und der Klosterkirche Schöntal aufgeführt. Sein Name steht für Verrat. Doch wäre das Christentum zu einer Weltreligion geworden, wenn der Judaskuss ausgeblieben wäre? Wir können nicht wissen, wer wir heute ohne seinen Verrat wären. Wir wissen aber, dass wir ohne ihn nicht die wären, die wir sind. Zu allen Zeiten ist über ihn gesprochen und geschrieben worden. Jetzt spricht Judas selbst – über seine Motive, sein Leiden, sein Leben.

„Freilichttheater ist für mich eine der archaischsten Theaterformen. Regen, Wind und Sonne trotzend, unter Einbindung der Bevölkerung und der Region an einem historischen Spielort, Menschenleben und deren Visionen zu verhandeln ist eine faszinierende Aufgabe. Jedes Jahr, mit dem Aufbau der Tribüne im Innenhof der Götzenburg beginnt ein Theaterzauber, der uns alle fünf Monate in Atem hält. Ich freue mich drauf“, so die neue künstlerische Leiterin Eva Hosemann.

Neue künstlerische Leitung

Ab 1. September 2019 übernimmt Eva Hosemann die künstlerische Leitung bei den Burgfestspiele Jagsthausen. Mit einem Konzept, das sich wieder verstärkt auf die Kernkompetenz der Burgfestspiele und Stärken der Region konzentriert, geht sie an die Arbeit und bereitet aktuell bereits die Spielzeit 2020 vor. Der neue Spielplan wurde bereits vorgestellt. Traditionsbewusst und trotzdem fortschrittlich soll es mit Eva Hosemann in die Zukunft gehen. 

Eva Hosemann, gebürtig in Augsburg, schloss 1986 ihre Schauspielausbildung am Max Reinhardt Seminar in Wien mit Auszeichnung ab. Sie spielte an zahlreichen Theatern, u. a. an der Landesbühne Hannover, Wiener Burgtheater und am Theater Rampe in Stuttgart, das sie von 1998 bis 2013 als Intendantin leitete. Seit 1991 inszeniert sie an verschiedenen Bühnen. Darunter Stücke von Friedrich Schiller, Jean Genet, R. W. Fassbinder, Dea  Loher, Sibylle Berg, Lutz Hübner, Eugen Ruge und Ferdinand von Schirach. Sie war als Schauspieldozentin in Köln und Stuttgart tätig und arbeitet seit 1990 als Hörspiel-Sprecherin und Moderatorin für diverse Rundfunkanstalten. Von 2014 bis 2018 war Eva Hosemann im künstlerischen Leitungsteam der Burgfestspiele Jagsthausen. Seit 2017 leitet sie im Team die „Kriminächte Stuttgart“.

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