Stellt euch vor, ihr seid  junge Mutter  eines dreijährigen Jungen und habt vor kurzem noch Zwillingsmädchen bekommen. Ihr lebt noch nicht lange hier und auch nur, weil euer Mann hier eine gute Arbeit bekommen hat, in die er jetzt natürlich viel Zeit investieren muss. Ihr seid hier noch fremd, aus dem Haus zu gehen mit zwei Babys und einem Kleinkind ist alleine fast nicht zu schaffen. Schon mit einer regelmäßigen Dusche oder einer halben Stunde Durchatmen würde es euch besser gehen. Großmütter und Großväter, eine große Familie und langjährige Freunde haben sie – nur nicht hier. In einer Stadt, die euch fremd ist, genauso wie die Menschen hier …

Dann würden ihr euch sicherlich über Unterstützung durch einen Familienpaten freuen, oder?

Familienpaten und -patinnen sind die Lichtblicke für viele Familien, wenn sie einmal in der Woche bei der Familie vorbeischauen, um mit der Mama einen Kaffee zu trinken und zuhören, hilfreiche Alltagstipps zu geben, mit den Kindern eine Runde Memory zu spielen, die Familie zum Spielplatz zu begleiten, …

Familienpaten und -patinnen profitieren von ihrem Ehrenamt durch die vorhergehende Schulung in wertschätzender Gesprächsführung und feinfühliger Kommunikation 

Familienpaten und -patinnen werden in den Familien mit offenen Armen empfangen und sehr wertgeschätzt. Sie dürfen Kinder begleiten, Familien zur Seite stehen, sich einbringen und von den Erfahrungen für ihr eigenes Leben profitieren. „Meine Familienpatin ist ein herzlicher, liebevoller und positiver Familienmensch. Ihre Erfahrungen bereichern mein Leben und das meiner Tochter“ sagt Juliane über Astrid, die seit einigen Monaten ihre Familienpatin ist. Und das sagt Astrid über ihre Familienpatenschaft: „Familienpatin zu sein ist toll, weil man so viele tolle Menschen kennenlernt. Weil man viel über sich selbst lernt. Es ist toll, dass man ganz viele neue Erfahrungen sammelt und mit anderen teilen kann. Es ist ein tolles Gefühl zu helfen, indem man jemandem zur Seite steht.“

Familienpaten und -patinnen werden vor ihrem Einsatz geschult und später durch Fachpersonal be-

gleitet. Sie treffen sich regelmäßig unter fachlicher Anleitung, um über ihre Erfahrungen zu sprechen und schöne Augenblicke und Erlebnisse mit den anderen zu teilen. Die Schulung wird von Sabine Hönnige (pro familia) und Jutta Räbiger (Kinderschutzbund) durchgeführt. Die nächste Ausbildung startet am 12. Oktober 2018, ein Infoabend findet am 13. September um 19 Uhr in den Räumen des Kinderschutzbundes, Weinsberger Straße 89, in Heilbronn statt.

Infos:  Jutta Räbiger beim Kinderschutzbund Heilbronn:

email raebiger@kinderschutzbund-hn.de; mobil: 0176 47810575