Studie ergibt: Musiktherapie beruhigt Frühchen

Eine Untersuchung des ARCIM Institute an der Filderklinik ergab, dass die Anwendung spezieller Live-Harfenmusik auf der Neugeborenen-Intensivstation bei Frühgeborenen und ihren Müttern zu Stress- und Angstabbau führte. 

In der randomisierten kontrollierten Studie wurden die unmittelbaren physiologischen und emotionalen Auswirkungen von Live-Pentatonik-Harfenmusik (Fünfton-Musik) auf Frühgeborene und deren Mütter untersucht. Ihnen wurde dazu besagte Musik als anthroposophisch-medizinische Therapie vorgespielt, oder sie erhielten eine Standardpflege ohne Intervention. Welche Variante Mutter und Kind zuerst erhielten, entschieden die Forscher um Dr. Alice Ranger nach dem Zufallsprinzip. 

Während der Interventionen – Musik oder Standardpflege – wurden beim Säugling verschiedene Parameter gemessen, beispielsweise u.a. die Herz- und Atemfrequenz, die Sauerstoffsättigung und die Pulslaufzeit. Und die Mütter beantworteten unmittelbar vor und nach der Interventionsphase einen Fragebogen zur Ermittlung ihres Angstlevels. 

Die Ergebnisse zeigen: bei den Babys erhöhten sich zwei Parameter der Herzratenvariabilität maßgeblich, was auf eine Steigerung ihres Wohlbefindens und einen Stressabbau hinweist. Der größte Effekt wurde bei der Reduzierung der mütterlichen Angst gefunden: Nach dem Hören der Musik berichteten die Frauen, dass sie sich entspannter fühlen als zuvor.

„Musiktherapie ist eins der wenigen Heilmittel, welches Eltern und Kind gleichzeitig erhalten können“, sagt Dr. Jan Vagedes, Wissenschaftlicher Leiter des ARCIM Institute und leitender Arzt der Kinder- und Jugendmedizin in der Filderklinik. „Das Ziel der Musiktherapie ist Entspannung, Stressabbau und Beruhigung – davon profitiert die ganze Familie“, so Vagedes weiter. Daher sei diese therapeutische Intervention besonders geeignet für den Einsatz auf einer Neonatologie, denn trotz der Bemühungen, dort ruhigere Bedingungen zu schaffen, erleben Frühgeborene in Kliniken nach wie vor Stress.

Die Studie umfasste 21 Frühgeborene – davon 14 Mädchen und 7 Jungen – der Neugeborenen-Intensivstation der Filderklinik sowie der Neonatologie des Universitätsklinikums Tübingen. Sie wurde als monographische Dissertation von Frau Dr. Alice Ranger an der Universität Tübingen sowie in der Zeitschrift »Complementary Therapies in Medicine« publiziert. 

Ziel des ARCIM Institute an der Filderklinik ist die wissenschaftliche Erforschung der komplementären und integrativen Medizin, insbesondere der anthroposophischen Medizin, auf naturwissenschaftlicher Grundlage unter Berücksichtigung der Equator-Network-Kriterien. 

 

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