Hilfestellung bei der lösungsorientierten Aufarbeitung von Konflikten und Krisen durch die systemische Therapie

Unsere Kinder sind ein tolles Geschenk – mit allem was sie mitbringen. Allerdings bringen sie uns hin und wieder auch an unsere persönlichen Grenzen. Man sollte jedoch bedenken – jeder Mensch, also Vater, Mutter, Kind, Oma, Opa – erlebt die Welt aus dem Blickwinkel seiner eigenen Wirklichkeit. Diese ist individuell durch die ganz persönlichen Erfahrungen im Leben geprägt. Jeder Mensch ist ein Teil eines Systems. Sein Denken, Fühlen und Handeln wird bestimmt durch Erwartungen und Regeln, von Vorbildern und Werten sowie seines sozialen Umfeldes wie die Familie, der Kindergarten, die Schule oder die Arbeitsstelle.

Jede Gruppe für sich ist ein eigenes System. Jedes System entwickelt sein eigenes Muster. In der systemischen Sichtweise betrachtet man Schwierigkeiten eines Menschen so, dass in dem jeweiligen System eine Dynamik herrscht, die zu diesen Schwierigkeiten führt.Vergleichen kann man dies zum Beispiel mit den Zahnrädern eines Getriebes. Fällt ein Rädchen aus, kann dies vielleicht für eine gewisse Zeit durch andere kompensiert werden, bis dann dort ebenfalls Störungen auftreten. Die Auswirkungen können dabei generationenübergreifend sein. Es kann sein, dass alles was wir nicht aufarbeiten, oder davor schon unsere Eltern oder Großeltern nicht aufgearbeitet haben, unbewusst weitergegeben wird.

Deshalb ist es manchmal schwer zu verstehen, wenn Kinder Probleme haben, wie zum Beispiel Konzentrationsstörungen, Ängste oder andere Verhaltensauffälligkeiten. So kann es beispielsweise passieren, dass eine Mutter Hilfe sucht, weil ihre Tochter unter Ängsten leidet.

In der Arbeit mit der Mutter stellte sich heraus, dass die Ängste von der Mutter übertragen waren, obwohl sich die Mutter immer sehr bemüht hat dem Kind ihre eigenen Ängste nicht zu zeigen. Nachdem die Mutter ihr Ängste bearbeitet hatte, wurden auch die Ängste der Tochter wesentlich weniger. Wenn Kinder gemobbt werden, kann es in der Familiengeschichte vorgekommen sein, dass es dem Vater oder der Mutter ähnlich ergangen ist oder sogar noch ergeht.

Kinder fühlen sich manchmal zwischen den Elternteilen zerrissen, wenn es ungelöste oder ungeklärte Dinge zwischen den Eltern gibt. Besonders schlimm ist es, wenn ein Elternteil das Kind für die Konflikte in der Ehe benutzt und auf seine Seite zieht. Wenn die Eltern ihr Konflikte selbst bearbeiten kann sich das Kind um etwas anderes kümmern. Oft wollen uns die Kinder zeigen, dass etwas im Familiensystem nicht stimmt.

In der systemischen Beratung und Therapie versuchen wir die Ordnung, den Ausgleich und die Zugehörigkeit wieder herzustellen. Es müssen Prozesse in Gang gesetzt werden, die es ermöglichen, eine Veränderung herbeizuführen, um eine gute Lösung für alle Beteiligten zu erreichen, sodass ein gutes Miteinander für uns und unsere Kinder gelingt. Deshalb: „LERNE aus der Vergangenheit TRÄUME von der Zukunft LEBE hier und jetzt“ Infos: Petra Haberkern Waldstr. 13, 74912 Kirchardt Tel. 07066/9156939