Kaum ein Bereich hat in den letzten Jahren einen so rasanten und für jeden spürbaren Wandel erfahren wie die Medienbranche – das wissen alle, die Internet und Smartphone nutzen. Die Entwicklung hin zur Informationsgesellschaft ist jedoch gar nicht so neu: Bereits im 19. Jahrhundert begannen die Telegrafie und die Fotografie, das Leben der Menschen grundlegend zu verändern. Mit diesen Veränderungen von damals bis in die heutige Zeit beschäftigt sich eine neue Ausstellung zur Mediengeschichte, die das TECHNOSEUM jetzt zeigt. 

Neben zahlreichen Radios, Kameras, Fernsehern und Computern gibt es mehrere interaktive Stationen, an denen man spielen, ausprobieren oder programmieren kann. Da gibt es den ganz und gar nicht stressfreien Einstellungstest für das „Fräulein vom Amt“, oder man probiert einfach, welcher Medientyp man eigentlich ist. Immer wieder findet man Ausstellungsstücke, die man selbst aus der eigenen Vergangenheit kennt. „Schau mal, damit habe ich damals gespielt!“ oder „Das stand bei uns auch im Wohnzimmer!“, sind Ausrufe, die man immer wieder hört.

In diesem neuen Teil der Dauerausstellung zeigt das TECHNOSEUM, das mit den Beständen des Südwestrundfunks (SWR) und des Deutschen Rundfunkarchivs (DRA) eine der weltweit größten Rundfunk-Sammlungen besitzt, einen Querschnitt an Radios, Kameras und Aufnahmegeräten. Auch das älteste noch erhaltene Tonbandgerät der Welt, ein Magnetophon K2 von AEG aus dem Jahr 1936, ist zu sehen. Neben einem originalen Telegrafenmast dokumentieren eine Radiomechaniker-Werkstatt aus der Nachkriegszeit und Fernseh-Reportage-Equipment aus den 1960er Jahren, wie vielfältig die Arbeitswelten im Medienbereich waren und sind und wie Medien unseren Alltag immer stärker prägen. 

Erstmals wurde eine Ausstellung im TECHNOSEUM mit so genannter Augmented Reality (Erweiterte Realität) angereichert. Als Besucherin oder Besucher erhält man dadurch über das Smartphone völlig neue Einblicke in die Ausstellung. Wer sein Smartphone mitbringt, kann sich dafür eine App herunterladen und an ausgewählten Stationen aktivieren: Dann kann man auf dem Gerät unter anderem einem Telegrafenarbeiter bei der Arbeit zusehen, in das Innere einer Braun’schen Röhre blicken oder erfahren, wie ein Radio funktioniert.

Infos: Infos: www.technoseum.de.