Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielerisch fördern


Immer mehr Kinder leiden unter Lernschwierigkeiten wie Dyskalkulie, AD(H)S, Legasthenie,  Konzentrationsstörungen ….oder stoßen wegen ihrer Hochbegabung an Grenzen. Die Schulen können aufgrund der Klassengrößen einzelne Schüler oft nicht in dem Maße individuell fördern, wie es vonnöten wäre. Die Eltern sind in der Regel auf sich alleine gestellt, wenn es um die Unterstützung ihrer Kinder geht. Sie scheuen daher keine Wege, wenn sie Hilfe gefunden haben.

So fahren Schüler und Schülerinnen selbst von Zaberfeld, Brackenheim, Eppingen und Heilbronn nach Bad Rappenau-Zimmerhof zu Ulrike Springer, die seit den 90er-Jahren Kinder, Jugendliche und Erwachsene coacht. “Ich habe 1992 begonnen, in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftspraxis Dr. Schmidt, Kinder und Jugendliche mit Lernproblemen und Schwierigkeiten zu begleiten und zu unterstützen und deren Begabungspotenziale zu nutzen”, so die Lerntherapeutin, die mit Begeisterung mit Kindern zusammenarbeitet.

“Mein Traum war es bereits als Drittklässlerin, Lehrerin zu werden. Schon damals gab ich Erstklässlern Nachhilfe. Ich war immer von vielen Kindern und Jugendlichen umgeben und habe dabei eine Vielzahl an ganz besonderen Persönlichkeiten kennengelernt.

Der Vater einer Schülerin hat mich einmal als “Kinderflüsterin” bezeichnet, was ich als großes Kompliment ansehe. Und eine Mutter hat mir eines Tages eine Bronzeskulptur in Form eines Vogels mit den Worten überreicht: Sie sind das beste Beispiel dafür, dass man Kindern Flügel verleihen kann”, freut sich die gebürtige Österreicherin, die aus ihrer Berufung einen Beruf gemacht hat und erst Grundschullehrerin und im Anschluss Lerntherapeutin wurde.
“Auch wenn ich im Alltag ein etwas ungeduldiger Mensch bin, so habe ich im Umgang mit Kindern und meinen Schülern eine Eselsgeduld. Wenn ich sehe, sie verstehen etwas nicht,

probiere ich so lange neue Erklärungsansätze, bis die Schüler verstanden haben, worum es geht. Immer wieder lasse ich mir etwas einfallen, um Schülern das Lernen zu erleichtern. Erst kürzlich habe ich mit einer Schülerin vor der Abschlussprüfung Runden ums Haus durch meinen Garten gedreht, damit sie sich den Stoff besser merken kann, was ihr auch sehr gut geholfen hat”, lacht die quirlige Lerntherapeutin, der die Ideen nicht ausgehen, wenn es darum geht, den Kindern etwas beizubringen. Neulich brachte ein Schüler sogar sein Saxofon mit, um vor dem Lernen etwas zu musizieren, damit er sich im Anschluss besser konzentrieren konnte.
Und nicht nur Kindern und Jugendlichen kann die tempera-mentvolle Therapeutin helfen. Auch Erwachsene mit Legasthenie oder Migrationshintergrund wenden sich hilfesuchend an sie.
“Bei mir sind alle Altersgruppen vertreten und viele begleite ich über mehrere Jahre hinweg. Dabei lege ich großen Wert darauf, meine Schüler vor allem in ihrer Einzigartigkeit und in ihren Stärken zu fördern, ihnen Mut zu machen, damit sie ihre Fähigkeiten entfalten und wieder Selbstvertrauen gewinnen können. Die Eltern ermuntere ich, gelassen zu bleiben, auch kleine Fortschritte zu loben, sich den positiven Blickwinkel auf ihre Kinder zu bewahren und ihnen mehr zuzutrauen”, so Ulrike Springer, die sowohl in Mathe als auch in Deutsch, Englisch, Französisch und selbst Latein den kleinen und großen SchülerInnen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.
“Auch wenn ich sehr viel unterrichte, empfinde ich meinen Beruf immer wieder aufs Neue als schöne Aufgabe, die mich nach wie vor begeistert, weil so viel Positives zurückkommt”, freut sich die “Kinderflüsterin”, die mittlerweile in ihrem gemütlichen, Licht durchfluteten Wohnbereich mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeitet.

Infos: Ulrike Springer, Am Taubenloch 19,
Bad Rappenau-Zimmerhof, Tel. 07264/ 3553